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Ermittlung der Herkunft von Pretiosen, die im Münzkabinett aufgefunden wurden
a) Bericht zur Ermittlung der Herkunft von geschnittenen Steinen und anderen Pretiosen, die im Kasten mit den modernen Münzen sowie in einem weiteren Kästlein vorgefunden wurden, im Zuge des Sturzes von 1791/92 ("Beilage Nr. LXV"):
Nach Auskunft von Antiquar Johann Friedrich Vischer waren die betreffenden Stücke ursprünglich Teil der Kunstkammer, wurden jedoch 1771 auf herzoglichen Befehl an das Münzkabinett abgegeben, welches damals in der herzoglichen Bibliothek in Ludwigsburg untergebracht war. Vischer wurde daraufhin beauftragt, die vorgefundenen Stücke "nach dem Kunst-Cammer-Inventario in Ordnung zu bringen". Hierzu wurden Akten aus den Inventuren von 1776 und 1784 benutzt. Daraus wurde ersichtlich, dass aus dem Pretiosenkabinett Abgaben an das Schloss in Ludwigsburg (a), die Gemäldegalerie (b), die herzogliche Bibliothek bzw. das Münzkabinett (c) und die katholische Hofkapelle (d) vollzogen worden waren. Entsprechende Bescheinigungen konnte Vischer für b), c) und d) vorweisen, nicht jedoch für a).
Diesem Bericht folgt eine Aufstellung jener Nummern aus dem Verzeichnis der 1771 geleisteten Abgaben des Pretiosenkabinetts ("Lit. Q", d.h. A 20 a Bü 88 Nr. 2), die nicht an das Münzkabinett (c), sondern an die anderen genannten Orte gelangt waren (insgesamt 32 von 89 Nummern). Die Nummernangaben beziehen sich auf die im Verzeichnis des Pretiosenkabinetts von 1762/63 (vgl. A 20 a Bü 79) benutzte Nummerierung.
b) Verzeichnisse der im Münzkabinett vorgefundenen Steingemmen, Ringen aus Gold, Silber, Hirschhorn und Steinen, ungefassten Steinen, Zierstücken (insbesondere Kleinplastik) aus Perlmutt, Stein, Holz und Gold, die in früheren Abgabelisten der Kunstkammer und Empfangslisten des Münzkabinetts identifiziert werden konnten ("Beilage Nr. LXVI"):
- Pretiosen aus dem Verzeichnis der 1771 geleisteten Abgaben des Pretiosenkabinetts ("Lit. Q", d.h. A 20 a Bü 88 Nr. 2);
- der Großteil einer Sammlung, die von Herzog Karl Alexander zur Kunstkammer abgegeben, von dort an das Münzkabinett geliefert, von dort wiederum jedoch 1770 wieder an die Kunstkammer retradiert worden war ("Lit. H", d.h. A 20 a Bü 80 Nr. 8) - die im Verzeichnis ebenfalls genannten 118 Amethysten, 13 Achate und 2 Gagate wurden bereits zu einem früheren Zeitpunkt in das Naturalienkabinett integriert;
- 22 Objekte, die am 1. Februar 1773 an das Münzkabinett abgegeben wurden (A 20 a Bü 90 Nr. 1).
Vgl. a. Parallelverzeichnung:
Der Großteil der Einträge aus der ersten und letzten dieser drei Listen ist auch im Hauptinventar von 1785 verzeichnet (A 20 a Bü 130, fol. 87-96 e).
c) Verzeichnisse der Pretiosen, die sich nach den der Kunstkammer ausgestellten Quittungen im Münzkabinett befinden sollten, dort aber nicht auffindbar waren, ebenfalls aus den älteren Verzeichnissen "Lit. Q" (A 20 a Bü 88 Nr. 2) und "Lit. H" (A 20 a Bü 80 Nr. 8), vgl. o. Die meisten dieser Objekte wurden zu einem späteren Zeitpunkt noch aufgefunden, teils in der Kunstkammer (mit Rötelstrich markiert), teils im Palais der Gräfin von Hohenheim (mit Tintenstrich markiert).
1 Schr., 2 Foliohefte ohne Seitenzählung
Archivale
liegt vor dem Sturz der entsprechenden Kunstkammerabteilung
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
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Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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