Abt Werner [von Rosenegg] und der Konvent des Benediktinerklosters Reichenau ("in der Richen Ow") [Lkr. Konstanz] verkaufen Anna, Angelika ("Engel"), Margarete und Ursula, Töchter des Konrad Amman genannt Sailer und Bürgerinnen zu Ulm, als Leibgeding die folgenden Gerechtsame und Einkünfte des Klosters: - Den Zehnten in dem Boden bei Ulm anstoßend an den Michelsberg, den derzeit die Witwe des Ulmer Bürgers und Siechenmeisters Bernhard ("Bentz") als Leibgeding innehat. - Den Zehnt in Ulm hinter dem Augustinerchorherrenstift St. Michael zu den Wengen an der Blau ("Bla") [abgegangen, Bereich Blumenscheinweg, Blauinsel] hinauf gegen Söflingen ("Seflingen") [Stadt Ulm], den jetzt die Ulmer Bürgerin Anna Wittingerin, Witwe des Walter Schwarz, als Leibgeding innehat. - Die Getreide- und Hühnerzinsen des Klosters, die derzeit Katharina Habvast, die Ehefrau des Kröl, als Leibgeding innehat. Die Käuferinnen haben für den Zehnt der Siechenmeisterin 100 Pfund Heller, für den Zehnt der Wittingerin 50 Pfund Heller und für die Getreide- und Hühnerzinsen 30 Pfund Heller bezahlt. Die Zehnten bzw. Gefälle fallen nach dem Tod ihrer derzeitigen Inhaberinnen an die Käuferinnen, nach deren Tod an das Kloster zurück.