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2/7 [fol. 237]: 1606 Apr. 27 (Senatsprotokoll)
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Akademischer Senat (I), Protokolle >> Acta Senatus, Bd. VII
Enthält: Anwesend: Gerlach (Rektor), Sigwart, Osiander, Bocer, Harpprecht, Magirus, Bajer, Neuffer, Faber, Blossius, Burckhard, Cellius, Ziegler; 1.) Billigung des durch Mag. Johann Adam Eppich (Anm. 1) bei Margaretha Reis aufgenommenen Darlehens und Siegelung durch die Universität. [UAT 2/7, Bl. 237f.]; 2.) Trotz des Protestes von Mag. Burckhard Zustimmung des Senats im Rahmen seiner Befugnisse zu dem durch Dr. Christoph Besold (Anm. 2), Mag. Georg Otth und Alt Georg Kienlin gewesener Pfleger zu Bebenhausen als Konkursverwalter des verpfändeten Gruppenbachschen Eigentums mit Junker Abraham Höltzl (Anm. 3), der durch seinen Anwalt Dr. Thomas Lansius (Anm. 4) vertreten wurde, vereinbarten Verkauf zweier Häuser in der Neckarhalde. Gärtlein des hzgl. Stipendiums, Mag. Vitus Müller. [UAT 2/7, Bl. 237'f.]; 3.) Festsetzung einer Räunmungsfrist für den jung Philipp Gruppenbach (Anm. 5) auf Antrag der Gläubiger für einen von ihm in diesen Häusern noch genutzten Keller. Weinablassen. [UAT 2/7, Bl. 238.]; 4.) Auf Antrag des Dekans der Juristischen Fakulät Dr. Bocer wird im Zusammehang mit der beabsichtigten Promotion des Christoph Reutzerus (Rhezerus) (Anm. 6) und des Mag. Johann Jacob Riepp (Anm. 7) beschlossen, in Fällen wo nur zwei Kandidaten promovieren wollen, die Zahl der Gäste des Festessens auf die Professoren, den Syndikus und den Notar zu beschränken und die "Doktorhut-Gebühr" (pro pileo) nur an die Senatsmitglieder zu zahlen ist. Anm. 1: MUT 214,63. Anm. 2: MUT 214, 58. Anm. 3: MUT 17271; MUT 17639. Anm. 4: MUT 17033. Anm. 5: MUT 218,18. Anm. 7: MUT 218, 59b. Anm. 6: MUT 225, 21.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.