Anno nat. eiusdem 1355, ind. 8., 17. die mensis iunii, hora prime
vel quasi. Vor dem Notar Wenemar von Waltrop (Waltorpe) und den unten
genannten Zeugen sind erschienen die Herren Berthold von Schwansbell
(Swaynsbule), Kanoniker des Stiftes Essen, einerseits und Magister Wenem-ar
von Hamme, Gerhard von Leithe (Leyten), Hermann von Rodhem, Thomas von Unna
(Vnha), Degenhard gen. Kebbe, Heinrich von Wesel (Wesalia), Kanoniker des
Stiftes Essen, andererseits für sich, den Dekan und alle Kanoniker. Berthold
bekennt, für eine ber-eits bezahlte Summe Geld 12 Schillinge in Essen
gängiger Pfennige an jährlichen Eink-ünften aus seinem Haus samt Hofstatt,
innerhalb der Mauern Essens hinter der Burg (urbem) und bei dem Hof des
Grafen von der Mark gelegen, verkauft zu haben, die mit je 6 Schillinge zu
Martini und am Fest Johannes des Täufers [Juni 24] fällig sind. - Geschehen
im Chor der Kirche St. Johann zu Essen. - Zeugen: Werner von Witten
(Wittene), Rektor des Stephansaltars in Essen, Georg von Gerresheim
(Gerxhem), Vikar der Kirche in Meiderich (Meyderike), und Menfrid von Minda,
Priester. - Es siegeln der Notar und der Knappe Wenemar von Leithe,
Verwandter (consanguinei) des Notars.