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Kirchberg, Dominikanerinnenkloster (Bestand)
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Neuwürttembergische Herrschaften vor 1803/1806-1810 >> Bistümer, Stifte, Klöster und Pfarreien >> Schwäbische Benediktinerkongregation - Kisslegg, Franziskanerinnenkloster
1237-1808
Bestandsbeschreibung: Das Archiv des 1237 nach der Regel des Augustinerordens gegründete, 1245 dem Dominikanerorden unterstellte Frauenkloster Kirchberg wurde nach der Aufhebung des Klosters im Jahr 1806 in die Registraturen verschiedener Kameralämter zerstreut. Im selben Jahr kam Kloster Kirchberg mit Hohenberg an Württemberg. Der vorliegende Bestand enthält hauptsächlich die auf Kirchberg bezüglichen Dokumente, die Archivrat Christoph Ludwig Friedrich Lotter auf seiner 7. Archivbesichtigungsreise im Jahr 1827 (vgl. Bericht vom 10. Januar 1828, S. 22, 24, 29), bei den Kameralämtern Rottenburg, Horb und Balingen aushob und in das K. Staatsarchiv verbringen ließ. Im Verlauf der Jahre wurden weitere Erwerbungen von Kirchberger Urkunden gemacht, und zwar namentlich 1834 aus der Registratur des Kameralamts Rosenfeld, 1848 durch Kauf aus Privatbesitz, 1855 aus der Verwahrung des K. Ministeriums des Innern sowie 1889 aus der Gemeinderegistratur Eutingen. Wiewohl der Umfang des vormaligen Klosterarchivs bei dem Mangel an ausführlichen alten Repertorien nicht mehr ganz genau zu bestimmen ist, lässt sich doch anhand von 2 Diplomataren aus dem 2. Teil des 15. Jahrhunderts (vgl. S. 1-2) und einer Übersicht über den Archivbestand vom Jahr 1751 (vgl. S. 85) feststellen, dass der Bestand jenes Archivs gegenwärtig zwar zum größten Teil, aber keineswegs vollständig im K. Staatsarchiv vereinigt ist. Gedruckt sind eine stattliche Anzahl von Urkunden oder von Regesten, die sich auf das Kloster Kirchberg beziehen, an verschiedenen Orten, so namentlich in L. Schmids Monumenta Hohenbergica, Württembergisches Urkundenbuch Bd. 3 ff., Monumenta Zoll. Bd. 1 ff., Württembergische Vierteljahrshefte für Landesgeschichte 1890, S. 148 ff., Mitteilungen des Vereins für Geschichts- und Altertumskunde in Hohenzollern 1874/75, S. 63 ff. Über die Geschichte des Klosters Kirchberg vgl. Württembergische Vierteljahrshefte für Landesgeschichte 1894, Heft 1-3, woselbst auch in der Einleitung die Quellen namhaft gemacht sind. Neuere Akten über Kloster Kirchberg befinden sich in der Registratur des katholischen Dekanatsamts Ergenzingen, so wie ein Anniversarienbüchlein aus dem Jahre 1733, ein Faszikel, betreffend die projektierte Versetzung der Löwentaler Klosterfrauen nach Kloster Kirchberg im Jahre 1812, ein Faszikel, betreffend gütliche Übereinkunft wegen Administration des Einkommens der Klosterfrauen aus dem Jahr 1823, ein Faszikel, betreffend Aufstellung von Beichtvätern für die Klosterfrauen aus den Jahren 1817 ff. Verzeichnisse der noch lebenden Klosterfrauen aus den Jahren 1824 ff. usw. Urkunden Kirchberger Provenienz werden auch im Wachendorfer Archiv der Freiherren Owe von Wachendorf und im Archiv des Hauses Württemberg in Altshausen verwahrt. Der vorliegende Bestand gliedert sich in: Diplomatare, Verhältnis zu Papst und Kirche, Verhältnis zum Reich und zu Österreich, Allgemeines zur Geschichte, Beziehungen zu Bernstein, einzelne (130) Orte (in alphabetischer Folge), Vermischtes. Die Retrokonversion der handschriftlichen Findbücher in die Datenbank ScopeArchiv führten im Jahr 2017 Marion Zausch und Robert Gabriel durch. Die Titelaufnahmen wurden 2019 von René Gilbert überprüft und teilweise abgeändert bzw. korrigiert. Gleichzeitig erfolgte eine Neuindizierung mit Personen- und Ortsdeskriptoren. Stuttgart, im September 2019 Dr. René Gilbert
Literatur: Kleck, Adolf: "ain wild ding damals zu Kirchperg": Krisen- und Krimizeit im Frauenkloster 1470-1570, Berneuchener Haus Kloster Kirchberg, Sulz 2014. Klek, Adolf: Herrengunst und Frauenminne. Die Frühzeit des Klosters Kirchberg, Berneuchener Haus Kloster Kirchberg, Sulz 2010. Planck, Oskar: Ein Gang durch Kloster Kirchberg und seine Geschichte, Stuttgart 1962 (Nachdruck 1991). Giefel, Joseph: Kloster Kirchberg im 16. Jahrhundert, in: Württembergische Vierteljahrshefte für Landesgeschichte 15 (1893), S. 217-221.
Liste der Kirchberger Priorinnen: 1247 (Nov. 1) Priorin W. (wohl Willebirg Gräfin von Hohenberg) 1261 Willebirg (wohl Willebirg Gräfin von Hohenberg) 1265 Gisela 1268, 1272 Mechthild 1269, 1278 Werntraud 1290 Kunigund von Zimmern 1292 Werntraud 1293 Mätz von Degisheim 1293, 1306 Hailwig (Haile) von Altheim 1303, 1306 Irmengard von Tailfingen 1307 Hailwig 1318 Die von Rosenfeld 1336 Gertraud von Thailfingen 1343, 1346 Richgard 1348 Irmengard von Tailfingen 1349 Bet von Neuneck 1354 Die Tifererin 1357 Die Söltin 1360 Die Schwerin von Horb 1393 Catherina Ammann von Rottenburg 1452 Agnes Herter 1479, 1482 Agnes Hipp 1516, 1517 Margreth von Ow 1524, 1542 Adelheid von Wehingen 1529, 1532 Margreth von Ow 1560, 1561 (-1564) Margaretha Winzler aus Horb 1569, 1590 (1564-1592) Anna Juliana Kis(ch)er 1593-1615 Barbara Herter 1626 Maria Straub 1656, 1657 Margaretha Lindemaier 1665, 1666 Salome Wiedmar 1669 Maria Ursula Lutz 1681, 1700 (1671-1702) Caecilia Barbara Dornsberger 1702, 1709, 1710 (1702-1710) Maria Constantia, Catharina von Pückh 1712 Regina Ottilia Hipp 1723, 1728 Maria Willburgis Vischer 1718 Maria Theresia Steiger 1742, 1745 Maria Rosa Kellner 1755, 1758 Maria Austina Egg 1769 Maria Rosalia Feigel 1780-1787 Maria Alphonsa Kolb 1788, 1789, 1799 Johanna Nepomucena von Ruosch Diese Liste beruht auf den in diesem Repertorium verzeichneten Dokumenten.
881 Urkunden, 18 Büschel
Bestand
Kirchberg : Renfrizhausen, Sulz am Neckar RW; Dominikanerinnenkloster
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.