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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Ober- und Mittelbehörden 1806-um 1945 >> Hofverwaltung
1801-1894 (Va ab 1793)
Überlieferungsgeschichte
Das ab 1811 im 'Lusthaus' in Stuttgart eingerichtete Kgl. Hoftheater brannte 1902 ab. 1912 wurde das neue Hoftheater mit zwei Häusern eröffnet, das 1918 staatliche Anstalt (Landestheater, ab 1933 Staatstheater) unter unmittelbarer Aufsicht des Kultusministeriums wurde; 1902-1912 bestand ein Interimstheater.
Der Bestand enthält Akten der Direktion und Verwaltung des Theaters betr. Gebäude, Einrichtung, Personal, Theateraufführungen. 1902-1959 im Haus- und Staatsarchiv bzw. Hauptstaatsarchiv Stuttgart eingekommen. Weitere Verwaltungsakten vgl. Bestände E 18 III und E 18 V, Rechnungen s. Bestand E 226/18.
Zur Behördengeschichte: Zur Geschichte des Kgl. Hoftheaters Stuttgart kann hier auf die Ausführungen von Prof. Dr. Robert Uhland (+) in seiner Vorbemerkung zu dem 1974 fertiggestellten Repertorium E 18 III (Hoftheater bzw. Landes-/Staatstheater Stuttgart III) verwiesen werden. An theatergeschichtlicher Literatur (auch Ludwigsburg als Spielort des Hoftheaters berücksichtigend) ist weiterhin zu nennen: v. Schraishuon, C.A.: Das Kgl. Hoftheater in Stuttgart von 1811 bis zur neueren Zeit, 1878. Sittard, J.: Zur Geschichte der Musik und des Theaters am Württembergischen Hofe 1458 - 1793, Band 1 - 2, 1890 - 1891, Reprint 1970. Krauß, R.: Das Stuttgarter Hoftheater von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart, 1908. Dehlinger, A.: Württembergs Staatswesen in seiner geschichtlichen Entwicklung bis heute, Band 1 - 2, 1951, 1953 Knudsen, H.: Deutsche Theatergeschichte, 2. Aufl. 1970 Stein, N.: Das Haus Württemberg, sein Musik- und Theaterwesen. In: Neunhundert Jahre Haus Württemberg - Leben und Leistung für Land und Volk. Hg. v. Robert Uhland, 1984. Stein, N.: Ludwigsburg als Festspielstadt. Ein Rückblick auf vergangene Höhepunkte ihres Musik- und Theaterlebens. In: Ludwigsburger Schloßfestspiele. Internationale Festspiele Baden-Württemberg 1985. Almanach, 1985. Stein, N.: Musik und Theater im Ludwigsburg des 18. und 19. Jahrhunderts. In: Ludwigsburger Geschichtsblätter 38, 1985. Stein, N.: Das württembergische Hoftheater im Wandel (1767 - 1820). In: "o Fürstin der Heimath! Glükliches Stutgard". Politik, Kultur und Gesellschaft im deutschen Südwesten um 1800. Hg. von Christoph Jamme und Otto Pöggeler, 1988.
Zur Bestandsgeschichte: Der Theaterbestand E 18 I setzt sich großenteils aus dem Schriftgut zusammen, das im Jahre 1902 von der Registratur des Stuttgarter Hoftheaters ausgeschieden und dem Haus- und Staatsarchiv Stuttgart übergeben worden war. Das 1912 von Dr. Rudolf Krauß verfaßte handschriftliche Repertorium "Theater-Akten" von 22 (bzw. 45) Seiten Umfang wurde in späteren Jahren durch den Nachtrag weiterer Archivalien, zuletzt den ältesten Akten einer Ablieferung der Württ. Staatstheater Stuttgart an das Hauptstaatsarchiv von 1959 (vgl. Vorbem. zu E 18 III), ergänzt. Der verzeichnete Teil des Bestands umfaßte nun 159 Büschel auf 5,2 lfd. m, denen noch vier Bunde lediglich vorgeordneter Akten des Zugangs 1959 von 0,4 lfd. m Umfang angegliedert wurden, die jetzt den jüngeren Teil der Überlieferung von E 18 I bilden. Im Rahmen der mit dem Einzug des Hauptstaatsarchivs Stuttgart in sein neues Dienstgebäude vollzogenen großen Beständebereinigung hat das Staatsarchiv Ludwigsburg den seit 1937 mit der Signatur E 18 bezeichneten Bestand im Jahre 1969 übernommen.
Bearbeiterbericht: Die Neuverzeichnung des im Altrepertorium E 18 I erfaßten Bestands erfolgte in der Reihenfolge der bisherigen 159 Büschel, wobei auch die zum Teil neu gebildeten Archivalieneinheiten gleich ihre endgültige Signatur erhielten. Die Ordnung der Büschel 1 - 427 am Lagerort entspricht somit der ursprünglichen Bestandsgliederung. Die Altsignaturen sind bei den Titelaufnahmen jeweils angegeben; eine Konkordanz "Alte Signatur - Bestellnummer" befindet sich im Anhang des Repertoriums, wobei die aus dem Zugang von 1959 stammenden Büschel 428- 457 nicht berücksichtigt sind. Um die gewachsenen Zusammenhänge des in der Vergangenheit schon häufig benutzten Bestands nicht zu zerstören, wurde bei einigen Büscheln, die unterschiedliche Sachbetreffe zum Inhalt haben, auf eine Aufteilung in mehrere Einheiten verzichtet und dies im Repertorium entsprechend ausgewiesen. Die Gliederung erfolgte auf der Grundlage der von Krauß getroffenen Einteilung in vier Hauptgruppen, die modifiziert wurde durch eine systematische Tiefengliederung und weitere Änderungen und Ergänzungen, um die Neuzugänge harmonisch einfügen zu können. Zum großen Teil stammt die Überlieferung von E 18 I aus den Registraturen der Theater(ober)intendanz und der Theaterdirektion. Aufgrund ihrer zeitweiligen Zuständigkeit für das Theaterwesen enthält der Bestand auch Archivalien der Generaloberhofintendanz, des Oberstkammerherrnamts und des Theaterdirektionskomitees. An weiteren Provenienzen sind Kgl. Kabinett, Direktion des Musikinstituts und Waisenhaus Stuttgart zu nennen. Die ins 18. Jahrhundert zurückreichenden Vorakten von Büschel 375 sind beim Oberhofmarschallamt entstanden. Eine Besonderheitstellen die an Oberappellationsgerichtsrat v. Morigotti in München gerichteten Briefe des Kapellmeisters Danzi dar (Büschel 318). Die Titelaufnahmen sind außer einer Bestellnummer (=Büschelnummer) fortlaufend mit Ordnungsnummern versehen, auf die das Werkeverzeichnis sowie der Personen- und Ortsindex am Schluß des Repertoriums verweisen. Eine Konkordanz führt zusätzlich von der Bestellnummer auf die jeweilige Ordnungsnummer zurück. In Verbindung mit der bereits erwähnten Konkordanz der Altsignaturen können somit die jetzt geltenden Signaturen zitierter Quellen und die dazugehörigen Titelaufnahmen leicht ermittelt werden. Bei einer auf den Zeitraum 1809 - 1816 bezogenen Benutzung empfiehlt es sich, neben den jeweiligen Sachrubriken auch die jahrgangsweise geordneten Akten "Vermischte Theatersachen" der Rubrik 1.7 heranzuziehen, die aus allen Bereichen des Theaterlebens Unterlagen enthalten. Weitere Sachakten zu verschiedenen Theater- und Musikangelegenheiten der Zeit 1840 - 1868 befinden sich in den Büscheln 1068 und 1069 von Bestand E 18 II. Hinweise auf die einschlägige Überlieferung in Beständen des Hauptstaatsarchivs Stuttgart der Jahre 1519 bis 1906 enthalten die "Nachweise über die in anderen Repertorien verstreuten Theaterakten" von Krauß im Anhang des Altrepertoriums (E 18 I S. 25 - 45, jetzt eingeordnet in Bestand EL 18). Ein diesem Findbuch zugrundeliegendes Verzeichnis einzelner Archivalien aus E 18 I und Beständen des Hauptstaatsarchivs, aufgefunden in Büschel 45 (neu), wurde in das Altrepertorium eingelegt, ebenso eine dem Büschel 11 (neu) entnommene maschinenschriftliche Aufstellung über die Behördengeschichte der Hoftheaterintendanz der Jahre 1811 - 1831. Die Neubearbeitung des Bestands nahmen Frau Monika Wolf (Oktober 1986 bis April 1987) und Frau Emma Edling (Mai bis Juli 1987) unter Leitung von Dr. Franz Mögle-Hofacker (1986) und dem Unterzeichneten vor, der das Repertorium auch zum Abschluß brachte; Dr. Norbert Stein gab hierzu wertvolle Anregungen. Die EDV-unterstützte Texterfassung des Findbuchs besorgte Frau Hildegard Aufderklamm. Der Bestand, der keiner Kassation mehr unterzogen wurde, umfaßt nach Verpackung in Archivboxen 457 Büschel = 6,6 lfd. m. Ludwigsburg, August 1988 Wolfgang Schneider
Nachtrag: Der Bestand wurde in den Jahren 2019-2021 im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Projekts vollständig digitalisiert. Die Digitalisate können frei abgerufen werden, eine Vorlage der Originale im Leseaal erfolgt nur noch in Ausnahmefällen. Ludwigsburg, August 2023 Dr. Andreas Weber
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.