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Braunschweigischer Landtag (Bestand)
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Nds. Landesarchiv, Abt. Wolfenbüttel (Archivtektonik) >> Gliederung >> 3 Akten (Alt / W / Neu / Nds / R / Bund) >> 3.3 Neuere Landesakten (Neu) >> 3.3.4 Braunschweigischer Landtag
1597-1937
Bestandsgeschichte: Der Braunschweigische Landtag des 19. und 20. Jahrhunderts steht in der langen Tradition der braunschweigischen Landschaft der Frühen Neuzeit. Insofern ist die Trennung von Aktenbeständen der Landschaft der Frühen Neuzeit und der Landtage des 19. und 20. Jahrhunderts im Grunde nicht unbedingt ein richtiges Signal, eben weil es diese Kontinuität verdeckt. Eine Kontinuität, die auch von Historikern lange verkannt worden ist. Richtig ist aber auch, dass das Ancien Régime nach dem Ende des Königreichs Westphalen nicht vollkommen in alter Form wiederhergestellt wurde, so dass man hier von einem Neuanfang sprechen und auch Behörden und sonstige Institutionen als neu definieren und entsprechend Bestände trennen konnte.
Der Bestand ist als wichtigster Parallelbestand zur Überlieferung des braunschweigischen Staatsministeriums (12 Neu) anzusehen. Gesetzesinitiativen des Staatsministeriums mussten in der Regel dem Landtag zur Prüfung vorgelegt werden. Die Diskussionen über diese Gesetzesvorschläge sind in den Akten dokumentiert und bieten einen tiefen Einblick in die Entwicklung des Landes Braunschweig und seiner Gesellschaft nach dem Ende des Königreichs Westphalen bis zur Gleichschaltung der Länder im Dritten Reich. Da während der Revolution von 1830 Aktenversluste des Staatsministeriums aufgetreten sind, können möglicherweise Akten des Landtags vor diesem Stichjahr diesen Verlust ein Stück weit kompensieren.
1806 gilt als Endjahr für den Bestand 101 Alt (Landschaft) der die frühneuzeitlichen Akten der Braunschweigischen Landschaft enthält. Alle Akten die eine jüngere Laufzeit aufweisen, wurden in den vorliegenden Bestand 23 Neu (Landtag) eingegliedert - allerdings zunächst nicht ganz konsequent. Über 200 Akten im Bestand 23 Neu gehören von der Laufzeit her in den Bestand 101 Alt (Landschaft). Das wurde bereits von Herrn Dr. Schwarz erkannt. Er veranlasste daraufhin Frau Dr. Niewöhner, diese Akten zu verzeichnen und in den Bestand 101 Alt (ehemals 1 Ldsch) zu integrieren, allerdings - um aufwändige und letztlich nicht notwendige Umlagerungen zu vermeiden - unter Beibehaltung der Signaturen (23 Neu Nr....).
Bestandsgeschichte: In 23 Neu Nr. 171 finden sich Unterlagen über eine Neuordnung der landschaftlichen Registratur und des Archivs.
Rund drei Viertel der Archivalien wurden vom Unterzeichnenden erschlossen. Nr. 2217-2279 wurden von Herrn Dr. Ulrich Schwarz verzeichnet (Rittergüter). Frau Elke Weyershausen übernahm die Signaturen von 23 Neu Fb 2 und teilweise die dokumentierten Besitzveränderungen bei den Kammergütern, die zum Teil auch von Herrn Thomas Herbst mit ihrer langen und wertvollen Auflistung von Ortsbezügen erfasst wurden.
Hinweise auf andere einschlägige Archivbestände
101 Alt (Landschaft)
12 Neu (Staatsministerium)
Gedruckte Quellen und Literatur
Verhandlungen der Ständeversammlung (ab 1848 Abgeordneten- ab 1851 Landesversammlung) 1833-1933 (Diensbibl. Jur R 28)
Alphabetisches Sachregister zu den Landtagen 1912-1927) (Dienstbibliothek Zg. 81/2006)
Bülow, von G. P. Beiträge zur neueren Braunschweigischen Geschichte in Erinnerungen aus seinem Leben, Braunschweig 1833.
Grefe, Ernst Hermann, Gefährdung monarchischer Autorität im Zeitalter der Restauration, Quellen und Forschungen zur Braunschweigischen Geschichte 27), Braunschweig 1987.
Grünkorn, Heinrich, Die Geschichte der Ritterschaft des früheren Herzogtums Braunschweig, Wolfenbüttel 1972.
Hartwieg, Wilhelm, Versuch der Herzoglich Braunschweigischen Regierung zur Verbesserung des Wahlrechts (1912), in BrsgJb 55, 1972, S. 230-246.
Herlemann, Beatrix, Biographisches Lexikon niedersächsischer Parlamentarier 1919-1945 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen 222) , Hannover 2004.
Jarck, Horst-Rüdiger, Gerhard Schildt (Hrsg.), Die
Bestandsgeschichte: Braunschweigische Landesgeschichte. Jahrtausendrückblick einer Region, Braunschweig 2000 (passim).
Jürgens, Karl Heinrich, Actenstücke zur Geschichte der Zusammenberufung der Stände des Herzogthums Braunschweig im Jahre 1819, mit einleitenden Bemerkungen, in: J. C. Imm. Buddeus (Hrsg.) Deutsches Staatsarchiv, Bd. 3, S. 84 ff., Jena 1842.
Mack, H. Zur Geschichte des Landschaftlichen Archivs in Braunschweig, in: Festschrift für Paul Zimmermann. (Quellen und Forschungen zur Braunschweigischen Geschichte 6), Wolfenbüttel 1914, S. 1-14.
Pollmann, Klaus Erich, Die Landschaftsordnung von 1832, Hannover 1982.
Reinicke, Wolf-Rüdiger, Landstände im Verfassungsstaat. Verfassungsgeschichte und gegenwärtige Rechtsstellung der Landschaften und Ritterschaften in Niedersachsen, 1975.
Rhamm, A. (Hrsg.): Die Verfassungsgesetze des Herzogtums Braunschweig. 2. Aufl. Braunschweig 1907.
Stumpfeld, Gylfe von, Die altständischen Elemente in der modernen Verfassungsentwicklung des Herzogtums Braunschweig, Eberswalde 1921, (Phil. Diss., Greifswald 1921).
Thiele, Willi, Die Qualität der Grundrechte in der braunschweigischen Verfassung von 1832, in: Moderne Braunschweigische Geschichte. Hrsg. von Werner Pöls und Klaus Erich Pollmann, Hildesheim 1982, S. 31-52.
Wagner, Franz, Das braunschweigische Wahlrecht in seiner historischen Entwicklung, Jur. Diss., Borna-Leipzig 1914.
Ziegenbein, Karl, Die parlamentarische Tätigkeit Karl Steinackers in der braunschweigischen Ständeversammlung [1833-1847], Phil. Diss. 1920.
Zimmermann, Paul, Die Rittergutsbesitzer des Herzogsthums Braunschweig in den Jahren 1501-1900, in: Braunschweigisches Magazin 1901, S. 137-142, 148-152, 158-160.
Verfassungen der Welt im Internet:
Neue Landschaftsordnung für das Herzogtum Braunschweig (1832) (www.verfassungen.de/de/nds/braunschweig32-index.htm)
Wolfenbüttel im März 2007
Dr. Martin Fimpel
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.