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2/2 [fol. 1']: 1574 Juli 31 (Senatsprotokoll)
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Akademischer Senat (I), Protokolle >> Acta Senatus, Bd. II
Enthält: Anwesend: Rektor Hochmann; 1.) Eidesleistung auf die Privilegien der Universität durch den Untervogt und zwei vom Stadtgericht Tübingen, Georg Kirner und Fabian Kümerel. [UAT 2/2, Bl. 1']; 2.) Supplikschreiben der Erben des Clauß Ger, des verstorbenen Pflegers zu Weilimdorf, um Nachlass der verbleibenden Schulden: ihre Vorladung und Verhandlung über folgende Punkte mit den Deputierten: (1) Nachlass von 50 fl vom Remanet (2) Verpflichtung zur jährlichen Abzahlung der verbleibenden 12 Eimer Wein (3) Empfang des Holzgelds der Universität vom Mayer, Verschonung der Erben (4) Verpflichtung zur Erstattung des vom Pfleger gekauften Weins (5) Klarheit über die Abgabe des "Ätzhaberns". [UAT 2/2, Bl. 1']; 3.) Hzl. Befehl betr. Vergleich der Zehnten in den Weingärten zu Höfingen: Abordnung des Mag. Georg Liebler (Anm. 1) und des Syndikus zur Erkundigung über die Sachlage. [UAT 2/2, Bl. 2]; 4.) Bericht des Herman Ochsenbach, Burgvogt von Hohentübingen (Anm. 2) und des Dr. Baltasar Eisengrein, Legator aus Augsburg, wg. der Kinder des verstorbenen Abraham Hochstetter(Anm. 3) und der Rechnungsanhörung des Johann Baptist Hochstetter: Anweisung an diesen betr. Gültverschreibung an die Kinder vor der Obrigkeit zu Augsburg mit Kopie an die Universität; Verschiebung der Beratung über die Behausung und den "Memorialzettel" bis zur Ankunft des Ochsenbach; 5.) Supplik der Goldschmidin um Verlegung der bei ihr zur Kost verdingten Tochter des Buchbinders Clauß (Anm. 4): Verdingung des Mädchens bei einem Bauer in einem entlegenen Dorf gegen ein Verehrung an diesen. [UAT 2/2, Bl. 2]; 6.) Supplik des Buchbinders Samuel Streber (Anm. 5), der nach Durlach ziehen will, um ein Interzessionsschreiben: Bewilligung an den Markgrafen Carolus von Baden; 8.) Wiederbesetzung der Professur [der griechischen und lateinischen Sprache] des vom Herzog auf das Stuttgarter Pädagogarchiat verordneten und von der Universität entlassenen Mag. Engelhardt (Anm. 6): hzl. Empfehlungsschreiben für Mag. Jakob Kauffman; Empfehlungsschreiben des Mag. Johannes Bloss (Anm. 7); Bewerbung des Mag. Bartholomeus Megerlin: öffentliche Ausschreibung der Stelle. [UAT 2/2, Bl. 2']; 7.) Petition des Rats und des Bürgermeisters von Tübingen um Unterstützung der Universität bei der Ausführung des hzl. Befehls, das grassierende Bettlerwesen mit Steuern und Geld abzustellen: Abordnung der Dres. Heerbrandt, Rektor [Hochmann], Kanzler [Jakob Andreae], Schnepff, Demler, Vischer und Mag. Liebler zur Erkundigung und Verhandlung mit der Stadt. [UAT 2/2, Bl. 3]; Anm. 1: MUT 109, 34. Anm. 2: Pf. § 2871. Anm. 3: MUT 133, 11; MUT 150, 75. Anm. 4: MUT 171, 32. Anm. 5: MUT 133. 22. Anm. 7: MUT 154, 19; MUT 169, 70. Anm. 6: MUT 158, 4.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.