Vor dem Notar Johannes von Ostendorf (Oestendorp), Kleriker der Diözese Münster, und fünf Zeugen errichtet der Edle Dietrich Stecke, Chorbischof des Kölner Domstifts, sein Testament. Er wünscht, im Dom begraben zu werden und vermacht der Domfabrik, dem Propst und dem Kölner Erzbischof je einen Gulden. Seine beiden Kinder Burchard und Grieta sollen jedes 200 Rhein. Gulden, Entghyn, Tochter seines Bruders, weitere 100 Rhein. Gulden aus seinen Erbgütern in Holten und Dinslaken erhalten. Diese Erbgüter selbst vermacht er seinen nächsten Verwandten, nämlich denen von Limburg und Styrum. Außerdem soll seine Tochter Griete sein bestes Bett und seinen besten Tabbert bekommen. Seine Diener Wilhelm von Drinhaus (Drenhusen) und Hanknin sollen gemeinsam seinen grauben Tabbert mit dem Marderfellfutter, sein Diener Sybert den Tabbert mit Schaffell gefüttert, den der Testator gegenwärtig trägt, und dazu ein Kleid (toga) haben. Der Wäscherin Else Ranssen vermacht er seinen langen Mantel und den schwarzen Tabbert mit Clyospelfutter (!), dazu 12 Rhein. Gulden. Der Pastor von Schwalenberg Mathias soll 6 Oberl. Gulden, der Notar 2 Oberl. Gulden erhalten. Dem Magister Jacobus von Sechtem vermacht er ein Bildnis des hl. Georg mit einem Diadem, ferner der Jungfer Styne, Magd des Wilhelm v. Nesselrode, 6 Oberl. Gulden. Was sonst von seinem Vermögen noch übrig bleibt, soll durch die Testamentsvollstrecker verkauft und nach Bezahlung aller Schulden an die Armen und zu frommen Zwecken verteilt werden. Zu Testamentsvollstreckern bestimmt er Johann v. Nassau, Propst zu Bonn; Salentin v. Isenburg (Ysenbergh), Domkaplan zu Köln; Bernardus v. d. Burg (Borch), Dompriester; und Wilhelm Cluester, Schultheiß in Worringen. Geschehen zu Köln im Hause des Testators vor den Zeugen: Swederus de Corn (oder Torn), Vikar zu Heinsberg; Johannes de Gladbach, Altarist in Klein-Gladbach; Mathias, Pastor in Schwalenberg; Wilhelm Cluester, Schultheiß zu Worringen, und Magister Jacobus von Sechtem, Licentiat der Rechte.