Mainz, 1582.11.05. (Richter Zimmmermann). Johann Moegener, Pfarrverweser, und Peter Herr (?), Glöckner zu St. Christph, und die B. Hans Dietelbach, Schneider, Heinrich Gro, Maurer, Sixt Lamp, Georg Großman, Scherer, Kaspar Erbis, Kantengiesser, und Georg Meder, Schneider, bekunden, daß vor ihnen Frau Maria, Ww. Daniel Schreyners, betlägerig und schwachen Leibs, in ihrem Haus ihr Testament gemacht habe: Sie vermacht: Armen Leuten 2 Malter Korn; dem Hospital zum Floß 10 fl; dem Großen Konvent einen Martinsgulden; dem Liebfrauenaltar zu St. Christoph 1 Gürtel mit Borten und einen goldenen Kragen, dem Pfarrherrn daselbst 1 Goldgulden; ihrer Base Helena einen Goldring mit 7 Steinlein und Borten (bei Mengen dem Juden für 4 fl. versetzt und auszulösen), einen silbernen Becher ohne Deckel und eine arressene Sockenei mit negelfarbener Leist; Bernhard Weyßgerbers Frau, ihrer Gevatterin, einen Ring, mit Rubin besetzt, als ein Kleeblatt; ihrem "gotgen", Heinrich Kremers Tochter 15 1/2 fl. (für eine Sockenei ?); Katharina, die ihr gewartet, eine negelfarbene Sockenei mit negelfarbenen Strichen und einen alten Mantel; Meister Symons Ww. 1/2 Viertel Bort; ihren Nachbarn 12 Albus zu vertrinken und ihrer dabei zu gedenken; Odilien der Wescherin eine grünwollene Sockenei; der Säugannen für sonderliche Freundschaft in der Not 2 Taler; dem Meister Georg dem Scherer läßt sie alle Schuld nach; falls ihres Vaters Brudersohn Georg Ritter, Schreiner, kommen sollte, das Werkzeug zu Erfordern; ihren Verwandten 20 fl. und ihres Mannes nächsten Verwandten zu Kron-Weißenburg 20 fl.; "item sollen bordt, stollen, ramschenkel" verkauft und den Zeugen 4 fl. neben der Freundschaft zu vertrinken gegeben werden; Haupterbe ist ihr noch unmündiges Kind Philipp. Sollte es zuvor sterben, sind ihre Base Anna Weißgerberin und Helena, Jakob Maiors Hausfrau, und deren Ehemänner Haupterben. Testamentsvollstrecker und Vormünder des Kindes: Jakob Maior, Bildhauer, und Martin von der Linden, Kupferschmied.