Andreas Viol ("Veyol") von Steinheim ("Stainhain") [Stadt Neu-Ulm] bekennt, dass ihm die Ulmer Räte und Bürger Ulrich Zwicker und Konrad Lins, derzeit Pfleger des Heiliggeistspitals in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch Nr. 261/2 und 254], den Hof des Spitals, ein Feldlehen, das Salzmänningut genannt wird, sowie ein halbes Feldlehen mit dem zugehörigen Gehölz auf Lebenszeit verliehen haben. Diese Güter hat vor ihm sein Schwiegervater ("sweher") Ulrich Seitz bewirtschaftet. Er verpflichtet sich, Hof und Güter persönlich zu bewirtschaften und in gutem Kulturzustand zu halten. Von dem Hof liefert er dem Spital jährlich 8 Imi Roggen, 8 Imi Hafer, 4 Imi Gerste, 14 Schilling Heller Heugeld, 1 Muth Öl, 4 Herbsthühner, 1 Fastnachtshuhn, 100 Eier, 14 Schilling Heller zu Vogtrecht und 1 Vogthuhn. Vom Gut der Salzmännin entrichtet er jährlich 3 Imi Roggen, 3 Imi Hafer, 2 Pfund 10 Schilling Heller und 1 Fastnachtshuhn sowie von dem halben Gut 4 Viertel Hafer, 2 Schilling Heller, 2 Herbsthühner, 0,5 Vogthuhn und 0,5 Fastnachtshuhn. Außerdem bezahlt er noch von seinem Anteil an dem Gehölz jährlich 2 Pfund Heller. Bei unsachgemäßer Bewirtschaftung, Säumnis in der Lieferung der Abgaben und Ungehorsam gegen die Spitalpfleger können ihm diese die Güter wieder entziehen. In einem solchen Fall besteht auch keinerlei Anspruch auf Rückzahlung der 20 Gulden, die er bei der Verleihung der Güter als Handlohn entrichtet hat.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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