Der Ulmer Bürger Heinrich Kun hat mit Wissen der von Bürgermeister und Rat der Stadt Ulm bestellten Pfarrkirchenbaupfleger in Ulm Konrad Krafft, Heinrich Oswalt und Ulrich Mercklin einen Jahrtag im Ulmer Münster gestiftet und den Pflegern dafür einen jährlichen Zins von 2 rheinischen Gulden übergeben. Davon gefällt 1 Gulden von dem Garten des Peter Muen in Ulm vor dem Glöcklertor [abgegangen, Bereich nordwestlich vor Neue Straße 22] neben dem Garten des Georg Bollinger. Dieser Zins kann gegen Zahlung von 20 rheinischen Gulden abgelöst werden. Der andere Gulden gefällt von Haus und Hofstatt in Ulm gegenüber seinem Wohnhaus zwischen den Stadeln des Ulrich Muen und des Stifters. Davon gefallen außerdem dem alten Stob jährlich 5 Schilling Heller als Erstzins. Die 2 Gulden sind den Pfarrkirchenbaupflegern jedes Jahr zur Hälfte am 27. Dezember ("vff sant Johans tag zu/e/ den Wyhennechten") und zur Hälfte am 24. Juni ("vff sant Johans tag zu/e/ sunwenden") zu entrichten. Heinrich Kun und seinen Erben steht das Recht zu, den Zins von dem Haus und der Hofstatt in Ulm gegen Zahlung von 30 rheinischen Gulden abzulösen.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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