Hermann Gresemont, Lic. theol., Kanoniker und Scholaster von St. Patrokli in Soest, grüßt als vom Kölner Erzbischof Hermann bestellter Kommissar alle Geistlichen der Diözese Köln, zu denen diese Urkunde gelangt. Er habe folgende Urkunde erhalten: Erzbischof Hermann von Köln beauftragt den Hermann Gresemont, den beabsichtigten Pfründentausch zwischen Gotfrid von Smalenberg, Pastor der Kirchspielskirche (ecclesie forensis) in Meschede, und Johannes Borchardi, Benefiziat am Altar von St. Maria in albis in der Collegiatkirche St. Walbrugis in Meschede, vorzunehmen. Datum auf Schloß Poppelsdorf 1490 Juli 17. Kraft dieses Auftrages untersucht der Scholaster auf Bitten des Rudolph Abell, Kanoniker und Thesaurar von St. Patrokli in Soest, Sachwalter des Gotfrid von Smalenberg, und auf Bitten des Johannes Borchardi den beabsichtigten Tausch. Der Scholaster empfängt von beiden Seiten den Eid, daß der Tausch ohne Simonie erfolgt, genehmigt den Tausch, nimmt von beiden Seiten den Verzicht auf die bisherige Pfründe entgegen, überträgt ihnen die getauschten Pfründen und nimmt die Investitur vor. Siegelankündigung des Scholasters. Gegeben und geschehen in Soest in der Kirche von St. Patrokli. Zeugen: Heinrich von Berninchusen, Dekan von St. Walburgis in Meschede, Johan von Berninchusen und Heinrich von Borgelen, beides Kanoniker von St. Patrokli. Beglaubigung durch den Notar Matheus von Wormeringhen Soest