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2/7 [fol. 246']: 1606 Mai 30 (Senatsprotokoll)
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Akademischer Senat (I), Protokolle >> Acta Senatus, Bd. VII
Enthält: Anwesend: Halbritter (Rektor), Osiander, Sigwart, Gerlach, Baier, Bocer, Magirus, Neuffer, Planer, Blossius, Burckhard; 1.) Weiterleitung des Antrags des D. David Verbezius, Arzt zu Ulm, um Anwendung des in Reutlingen geltenden Erbrechtes bei der Teilung des Erbes seiner Schwiegermutter an D. Johannes Plachetius (Anm. 1) mit der Bitte, hierzu Stellung zu nehmen. [UAT 2/7, Bl. 246']; 2.) Mitteilung des an Marx Schmidlapp, Prokurator des Evangelischen Stifts, erlassenen hzgl. Reskripts, daß der Kredit des Junkers Abraham Höltzl beim Kirchenkasten im Zusammenhang mit dem Kauf des Gruppenbachschen Hauses als teilweise getilgt zu betrachten sei und Angebot des Prokurators, nach Zahlungseingang das vom Kanzler D. Osiander entliehene Geld zurückzuzahlen. [UAT 2/7, Bl. 246']; 3.) Bereitschaft der vorgeladenen Gruppenbachschen Konkursverwalter Mag. Georg Otth, Dr. Christoph Besold (Anm. 2) und Georg Kienlin, denen die beantragte Freistellung von der Verwaltung abgeschlagen, jedoch eine Aufwandsentschädigung zugesagt wird, die Konkursverwaltung weiterzuführen. [UAT 2/7, Bl. 246'f.]; 3.) Bestätigung und Siegelung des Verkaufs eines Gartens, der zur Gruppenbachschen Konkursmasse gehörte, durch Mag. Georg Otth und die anderen Konkursverwalter an Junker Hannß Joachim von Grüenthal. [UAT 2/7, Bl. 247]; Notar Mag. Achatius Sturm (Anm. 3). [UAT 2/7, Bl. 247]; 4.) Unterrichtung der Gruppenbachschen Konkursverwalter, Dr. Thomas Lansius (Anm. 4) und des Prokurators des Evangelischen Stifts vom hzgl. Befehl, dem Junker Abraham Höltzl (Anm. 5) einen Nachlass zu gewähren und Beschluss, gemäß dem Antrag der Gruppenbachschen Konkursverwalter mit dem Junker Abraham Höltzl über die aufgelaufenen Zinsen einen Vergleich zu vereinbaren. [UAT 2/7, Bl. 247f.]; 5.) Beschluss, den hzgl. Kommissaren schriftlich mitzuteilen, welche Termine wegen der Abwesenheit von Syndikus und Mag. Georg Burckhardt im Zusammenhang mit den Zehntverkäufen für die Universitätsvisistation in Frage kommen. [UAT 2/7, Bl. 247']; gute Ernteerwartungen gutes Wetter [UAT 2/7, Bl. 247']; Anm. 1: MUT 17555; MUT 17634; MUT 18426; MUT 21991. Anm. 2: MUT 214, 58. Anm. 3: MUT 209,82. Anm. 4: MUT 17033. Anm. 5: MUT 17271; MUT 17639.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.