Propst Nikolaus von Dresden gen. Wilsdruff (Wylandistorf{1}), Äbtissin Margaretha (Margareta abatissa{2}), Priorin Elisabeth (Elyzabeth priorissa{3}) und der Konvent des Kreuzklosters bei Meißen versprechen Johann [I.] Bischof von Meißen, das Fest der heiligen Barbara [= Dezember 4] zukünftig stets feierlich begehen zu wollen. Sie beurkunden, dass der genannte Bischof dem Kloster über den zu diesem Fest zugesicherten Ablass hinaus einen Zins in Höhe von zwei Schilling zugeeignet hat. Dieser Zins, der von der halben Hufe des Peter Metze im Dorf Gasern (Coserin{4}) gezahlt wird, stand bisher dem Subkustos der Domkirche zu Meißen zu, der für diesen künftig jährlich zum Fest der heiligen Barbara dem Kloster Fische kaufen soll. Der Propst des Kreuzklosters soll nach Anweisung des Bischofs Johann [I.] zum gleichen Fest jährlich vier Scheffel Weizen und vier Stübchen Wein beitragen. – Siegel der Propstei und des Konvents des Kreuzklosters angekündigt. – Exemplar A, Regest bezieht auch 10001 Ältere Urkunden, Nr. 3395b (Exemplar B) mit ein. 1 B Wilandisdorf. 2 B A. abatissa. 3 B E. (als Initiale durch Rasur getilgt) priorissa. 4 In B fehlt der Name des Halbhüfners, in A dagegen die Bezeichnung des Dorfes. In beiden Fällen ist dies durch Schäden an den Urkunden bedingt.