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Handakt des Prof. Lorenz Westenrieder während seiner Tätigkeit als Zensurrat im Bücherzensurkollegium bzw. Direktor der Bücherzensur-Spezialkommission
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Kurbayern Bücherzensurkollegium >> 2. Generalakten >> 2.2. Personal
[um 1792] - 1802
Enthält v. a.:
Ergänzung zu den "Berichtigungen der Regierungsgeschichte des Herzogs Mainhard" [um 1792]; Ratssitzung wegen Zensur(befreiung) der Schriften der Akademie der Wissenschaften (1794, vgl. "Bücherzensurkollegium 127"); Zensur von für den Zensurrat [Josef Elias Edler] v. Seyfried beim Mautamt angekommenen Büchern (1794); Ernennung des Theatinerpropsts [Marinonius] Voit, des Priesters und Custos bei U.L.F. in München [Johann Baptist] Fischl, des Priesters und Adjunkten in der kurfürstlichen Hofbibliothek [Ignaz] Hardt sowie des Benefiziaten bei St. Peter Johann Nepomuk v. Moser zu Zensurräten (1795); Weisung des Geheimen Rats wegen Zensur eines Bücherkatalogs des Ingolstädter Universitätsbuchhändlers Attenkofer, wegen Zensur der von Mitgliedern der Universität Ingolstadt verfassten Schriften und wegen Zensur der von ausländischen Händlern auf bayerischen Dulten angebotenen Schriften (1795, vgl. "Bücherzensurkollegium 123" und "76"); Ratssession wegen Klagen des Kanzleipersonals gegen Direktor [Franz Xaver Frhr.] v. Schneider (1796); "Votum clausum" über das verbotene Stück "Eudämonia" und Aufhebung des Verbots (1797, vgl. "Bücherzensurkollegium 118"); Verbot der Schrift "Gründe für und wider die geistliche Immunität" des "Veremundus v. Lochstein" (Peter v. Osterwald, 1797, vgl. "Bücherzensurkollegium 187"); Entlassung des bisherigen Direktors Frhr. v. Schneider und Nachfolge durch Westenrieder (1799); Verbot der Schrift "Neue Erde und neuer Himmel" [von G. Frey] (1800-1801, vgl. "Bücherzensurkollegium 702"); Verkauf der unzensierten Broschüre "Ehre und Pasquill" durch den Münchner Buchbinder Freytmayr (1802)
25 Bl.
Kurbayern Bücherzensurkollegium
Amtsbücher / Akten
ger
Medium: A = Analoges Archivalie
Westenrieder: Lorenz, Zensurrat und Professor der Dichtkunst in Landshut
Seyfried: Joseph Elias Edler v., Zensurrat und ehem. Landrichter von Kemnath
Voit: Marinonius, Theatinerpropst und Zensurrat
Fischl: Johann Baptist, Priester und Custos bei U.L.F. in München, Zensurrat
Hardt: Ignaz, Priester und Adjunkt in der kf. Hofbibliothek, Zensurrat
Moser: Johann Nepomuk v., Benefiziat bei St. Peter und Zensurrat
Attenkofer: [Vorname (?)], Ingolstadt, Buchhändler
Schneider: Franz Xaver Frhr. v., Direktor des Zensurkollegiums, Obere-Landesregierungs-Rat und Geh. Rat
Freytmayr: [Vorname (?)], München, Buchbinder
Lochstein: Veremundus v.
Osterwald: Peter v., Geh. Rat, Zensurrat und Direktor des Geistl. Rats
Frey: G., Autor von "Neue Erde und neuer Himmel"
Meinhard III.: Herzog von Oberbayern
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
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„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
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