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Laufzeit: 1825/26, 1835, 1862 - 1972
Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.
Bestandsbeschreibung: Lebensdaten: 1847 - 1921
Lebensdaten des Heinrich Christian Karl Theodor Schiemann
5./17.7.1847 geb. in Grobin (Kurland)
Vater: Theodor, Stadtsekretär in Mitau
Mutter: Nadeda (Nadine) Rodde
1858-1867 Gouvernementsgymnasium Mitau
1867-1872 Geschichtsstudium an der Universität Dorpat
1871-1872 Hauslehrer in Jensel/Livland
1872-1873 Tätigkeit am Herzoglichen Archiv in Mitau und am Stadtarchiv Danzig
1873/74 Geschichtsstudium an der Universität Göttingen
1874 Promotion zum Dr. phil. mit der Dissertation "Salomon Hennings Livländisch-Kurländische Chronik"
1874-1875 Tätigkeit am Hauptstaatsarchiv Dresden und am Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien
1875-1883 Oberlehrer für Geschichte am Landesgymnasium in Fellin
1883-1887 Stadtarchivar in Reval; danach Übersiedlung nach Berlin
1887-1892 Privatdozent für nord. Geschichte und Lehrer an der Kriegsakademie
1889-1892 Archivar am Staatsarchiv Hannover: Abordnung an das Geheime Staatsarchiv in Berlin
1892-1902 Außerordentlicher Professor an der philosophischen Fakultät der Humboldt-Universität
1902 Direktor und Ordinarius des Seminars für osteuropäische Geschichte und Landeskunde
1906 Ordentlicher Honorar-Professor an der Humboldt-Universität
Ordentlicher Professor an der Humboldt-Universität (bis 1920)
1910 Ernennung zum Geheimen Regierungsrat
1918 Kurator der deutschen Universität Dorpat
1919 Ruhestand
26.1.1921 gest. in Berlin
Theodor Schiemann war seit dem 29.6.1875 mit Caroline geb. v. Mulert (1849-1937) verheiratet. Sie hatten fünf Kinder: Edith (geb. 1876), Agnes (1878-1922, Klavierspielerin), Theodor (geb. 1880, Major, Gutsbesitzer), Elisabeth (1881-1972, Pflanzengenetikerin) und Gertrud (geb. 1883, Musikerin).
Die Angaben des Lebenslaufs wurden den unter Literatur aufgeführten Publikationen entnommen.
Vorbemerkung:
Der Großteil des Nachlasses wurde im Jahre 1959 (Akz. 41/1959 > Nr. 1-245) von einer Tochter Schiemanns, Prof. Elisabeth Schiemann, in Vertretung ihrer Geschwister im Geheimen Staatsarchiv als Depositum hinterlegt. Der Nachlass befand sich bereits vor dem zweiten Weltkrieg schon einmal im Geheimen Staatsarchiv, gelangte jedoch nach der kriegsbedingten Auslagerung unvollständig wieder zur Familie zurück, die den Nachlass dann 1959 erneut im Geheimen Staatsarchiv deponierte. Laut Depositalvertrag ging das Eigentum nach dem Ableben der Geschwister auf das Geheime Staatsarchiv PK über.
Es konnten danach noch folgende Zugänge zum Nachlass erworben werden:
1967 Abgabe vom Bundesarchiv aus dem Nachlass von Prof. Frauendienst (Akz. 40/1967 > in Nr. 79 Bl. 15-21)
1969 Depositum von Prof. Elisabeth Schiemann (Akz. 56/1969 > Nr. 246-251)
1977 Depositum der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V. (Akz. 71/1977 > Nr. 261 - 268)
1982 Ablieferung von Dr. Gert v. Pistohlkors (Akz. 61/1982 > Nr. 255-259)
2006 Geschenk von Prof. Klaus Meyer: Papiere wurden im Nachlass von Prof. Torke gefunden und waren 1967 durch Prof. Elisabeth Schiemann dem Seminar für osteuropäische Geschichte in Berlin übergeben worden (Akz. 51/2006 > in Nr. 42, 50, 54, 172, 250 und 258 eingearbeitet und neue Nr. 252-254 gebildet).
2009 Depositum vom Bundesarchiv: Zwei Briefe von Theodor Schiemann, 1885, 1899 (Akz. 133/2009 > Nr. 269).
Bei der jetzigen Nachlassbearbeitung wurde der ehemalige Anhang Nr. 9-13 in die fortlaufende Nummern Nr. 255-259 umsigniert, um ihn deutlicher vom hier als Depositum der Max-Planck-Gesellschaft verwahrten Nachlassteil zu trennen.
Das Depositum der Max-Planck-Gesellschaft, zunächst als Anhang (Depositum) Nr. 1 - 8 bezeichnet, wurde nachfolgend ebenfalls mit fortlaufender Nummerierung Nr. 261 - 268 umsigniert. (Änd. Jan. 2011 Wiss. Ang. Rita Klauschenz)
Das ursprüngliche Findbuch stammte vermutlich aus den Jahren 1959/60 und wurde von Johannes Krüger erstellt. Die alte Verzeichnung wurde bei der Einarbeitung der diesjährigen Akzession teilweise überarbeitet, bei Unklarheiten spezifiziert und in die Verzeichnungsdatenbank eingegeben. Ferner wurde die Klassifikation abgewandelt, der Anhang detaillierter verzeichnet und ein Personenindex erstellt. Der Personenindex enthält alle im Findbuch vorkommenden Personennamen: vor allem ausgeworfene Korrespondenzpartner, aber auch Autorennamen und in Titeln von Publikationen behandelte Personen. Für die Suche nach bestimmten Korrespondenzpartnern sollte der Index überprüft werden, da aufgrund der verschiedenen Akzessionen ein und derselbe Korrespondenzpartner in verschiedenen Archivalien zu finden sein kann. Es existieren ferner unter dem Klassifikationspunkt 01.03 zahlreiche Korrespondenz-Sammelmappen, die bei Recherchen sicherheitshalber auch immer noch hinzugezogen werden sollten.
Der Nachlass besteht hauptsächlich aus zahlreichen Korrespondenzen und Publikationen mit vorwiegend politischem Inhalt, die die politischen Ansichten und das Engagement Theodor Schiemanns und seiner Zeitgenossen (Kollegen, Freunde und Bekannte) widerspiegeln. Bei den Einzelbriefen unter Punkt 01.03 handelt es sich entweder um einzelne oder nur wenige Briefe eines Absenders. Der Inhalt dieser Briefe gleicht sich oft, da es immer um politische Fragen und das Tagesgeschehen geht.
Als Punkt 06 wurde der Nachlass ferner mit Dokumenten von einer Tochter Schiemanns, Prof. Elisabeth Schiemann angereichert, die einen Bezug zum Nachlass aufweisen. Wegen der späten Laufzeiten gehören wahrscheinlich auch die Nummern 180, 258, 148 und Anhang Nr. 3 in diese Gruppe, wurden jedoch zugunsten der alten Ordnung unter den Punkten 03 und 04.02 belassen.
Am Findbuchende befindet sich eine Konkordanz, mit deren Hilfe man eine bestimmte Bestellnummer im Findbuch unter den springenden Nummern finden kann.
Mit Einführung der neuen Tektonik im Geheimen Staatsarchiv im Januar des Jahres 2001 wurde der ehemals als I. HA Rep. 92 Schiemann geführte Nachlass Schiemann in die neu gegründete VI. Hauptabteilung Familienarchive und Nachlässe übernommen.
Laufzeit: 1825/26, 1835, 1862 - 1972
Umfang: 3,1 lfm
Zu bestellen: VI. HA, Nl Schiemann, T., Nr. ...
Zu zitieren: GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl Theodor Schiemann (z.T. Dep.), Nr. ...
Berlin, Mai 2006
(AOInsp.in Sylvia Rose)
Literatur zu Theodor Schiemann:
o Erich Seuberlich, Stammtafel deutsch-baltischer Geschlechter, II. Reihe, Leipzig 1927 (siehe Anhang Nr. 3)
o K. Meyer, Theodor Schiemann als politischer Publizist, Frankfurt/Main 1956
o W. Leesch, Die deutschen Archivare 1500-1945. Bd. 2, München, New York u.a. 1992
o G. Voigt, Rußland in der deutschen Geschichtsschreibung 1843-1945, Berlin 1994
o Th. Bohn, Theodor Schiemann. Historiker und Publizist. In: Ostdeutsche Gedenktage 1997. Persönlichkeiten und Historische Ereignisse, Bonn 1996, S. 141-146
o K. Meyer, Rußland, Theodor Schiemann und Victor Hehn. In: Ostseeprovinzen, Baltische Staaten und das Nationale. Festschrift für Gert von Pistohlkors zum 70. Geburtstag. Hrsg. von Norbert Angermann, Michael Garleff, Wilhelm Lenz, Münster 2005, S. 251-277 (Schriften der Baltischen Historischen Kommission, Bd. 14)
o Neue Deutsche Biographie, hrsg. von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Bd. 22, Berlin 2005.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.