1356 Feb. 15 (feria secunda post diem beati Valentini) Konrad [von Ziegenhain], Dekan des Stifts Neumünster in Würzburg, in dieser Sache Beauftragter des Hl. Stuhls und Subdeputierter seiner unten gen. Kollegen, beurkundet durch Abschrift (per copiam): Er hat zwei wörtlich inserierte päpstliche Mandate in Augenschein genommen und gelesen: Erstens ein Mandat Papst Clemens [VI.] vom 12. Feb. 1352 (II. id. Februarii pontificatus nostri anno decimo) - Avignon an die Dekane von Stift Neumünster in Würzburg sowie der Stifte St. Guido und St. Trinitatis in Speyer, worin der Papst dem Albrecht Kusche, Kanoniker des Stifts Öhringen (Orengeu), die durch den Rücktritt des Klerikers Berthold Blumentrost erledigte Pfarrkirche Sülzbach (Sulczbach) überträgt und befiehlt, Kusche in den Besitz der gen. Kirche und ihrer Gefälle einzusetzen. - Zweitens ein Mandat Papst Innozenz [VI.] an Albrecht Kusche, Kanoniker des Stifts Öhringen, vom 31. Jan. 1354 (II. kal. Februarii ponificatus nostri anno secundo) - Avignon, worin der Papst das obige Mandat seines Vorgängers zugunsten des Kusche bekräftigt, falls die gen. Kirche unbesetzt ist. - Der Notar Konrad von Nördlingen (Nordelingen) im Bistum Augsburg, der diese Kopie gefertigt hat, beglaubigt deren Übereinstimmung mit den Originalen durch sein Signet. Siegler: der A. Ausf. Perg., lat., besch. - 1 Sg. abg., Pressel anh. - 1 Notariatssignet - rückseitig Kv.: Vacat - Rv.: Littera de ecclesia parrochiali in Sulczbach quomodo etc.; Copia litterarum apostolicarum concordancium cum originali idemque continens de verbo ad verbum, spectancium ad ecclesiam parrochialem in Winsperg Sülczpach - 1 Beil.: masch. Regest Bem.: Im Findbuch von 1825 S. 240 nachgetragen. Der Schrift nach in der 1. Hälfte 20. Jh. eingekommen. Lit. zu Konrad von Ziegenhain: Wendehorst, Bistum Würzburg 4 S. 333-334.