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Margarete, geborene von der Tann, Witwe des Andreas (Ennders) von
Wildungen, bekundet, dass Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, ihrem
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1501-1510
1505 Februar 22
Ausfertigung, Papier, zwei aufgedrückte Papiersiegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum uff santt Peterstage ad kathedra genandt im funftzehenn hundersten unnd funf iore
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Margarete, geborene von der Tann, Witwe des Andreas (Ennders) von Wildungen, bekundet, dass Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, ihrem verstorbenen Ehemann einige Zinse vom Amt Rockenstuhl und das Amt selbst verpfändet und die Ablösung der Verpfändung angekündigt hat. Nach dem Tod ihres Ehemannes ist ihre Tochter Margarete (Margretha) die rechtmäßige Erbin. Margarete von der Tann hat als leibliche Mutter von Margarete und Witwe die Vormundschaft für das Kind und die nachgelassenen Güter übernommen. Sie hat sich verpflichtet, die Vormundschaft getreu und gewissenhaft wahrzunehmen, das Beste für das Kind zu tun und ihm keinen Schaden zuzufügen, so wie sie rechtlich darüber belehrt (wie ich das unnderricht unnd in recht gelardt worden byn) und wie es mit Wissen und Zustimmung des Abtes von Fulda schriftlich niedergelegt worden ist (nach inhaldt eines verzeichneis [!] gehabter handelung nach derhalbe uffgericht). Margarete bekundet, dass Abt Johann ihr als Vormund Margaretes 1000 rheinische Goldgulden Frankfurter Währung zur Ablösung der Zinsen vom Amt und des Amts Rockenstuhl selbst bar bezahlt hat. Margarete quittiert den Erhalt des Geldes. Im Beisein ihres Vaters und Bruders, Philipp und Bernhard von der Tann, die zum Nutzen ihres Kindes für einen jährlichen Zins von 50 Gulden gebürgt haben, hat sie Abt Johann das Amt Rockenstuhl wieder übergeben. Im Namen des Kindes als Erbe Andreas' von Wildungen hat Margarete das Amt Rockenstuhl geräumt (gerumett und gelediget) und sagt Abt Johann und seine Erben von der Zahlung der 1000 Gulden los. Siegelankündigung. Margarete bittet Melchior von der Tann, die Urkunde zu besiegeln, da sie kein eigenes Siegel führt, was dieser tut, ohne Schaden für sich und seine Erben. Da dies alles im Beisein Philipps und Bernhards von der Tann, ihres Vaters und Bruders, geschehen ist, bittet Margarete sie, die Urkunde zwecks größerer Sicherheit zu besiegeln. Philipp als nächster Angehöriger und Vater Margaretes besiegelt die Urkunde für sich und seinen Sohn Bernhard von der Tann, der kein eigenes Siegel führt, ohne Schaden für sich und seine Erben. (siehe Abbildung: 1. Seite, 2. Seite, Rückseite; Siegel: Papiersiegel 1, Papiersiegel 2)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Melchior von der Tann, Philipp von der Tann
Vgl. Nr. 1373 und 1374.
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.