Conrad Stehelin und Hans Lutzenberger, sein Tochtermann, beide von Ostrach, bekunden, daß sie um 86 Gulden Landeswährung mit Bewilligung des Abtes Amandus dem Hieronimus Stör, Kaufmann zu Ostrach, ihr Soldgütle zu Ostrach mit Haus, Hofraite und Garten, gelegen vor Lenhart Voltz Lehen, hinüber auf den Rhain, zwischen des alten Hans Restlins und Hans Ulmers Häusern, hinten an des Meßmat Hofraite anstoßend verkauft haben, dazu folgende Grundstücke: im Esch gen Wyler 2 Jauchert auf dem Hagenrain an der Hoßkircher Straße, der Lange Weg, stößt oben auf Hensli Musterlins Gut; 3 Jauchert im Klein Eschlin, das mit oben geschriebenem Esch geht, liegt an Widenhalden, stößt an Gorius Schnider und an den Weg, anwandet auf Thoma Voltz und heißt Stockacker; 1 Jauchert, der Brunleacker, zwischen des Zoller und Brun Hansen Äckern, stößt auf den Karrenweg und aufs Brunle; 1 Jauchert hinter Tonius Wagners Haus zwischen dem alten und jungen Rästlin, stößt an die Straße; im Esch gegen Speck 1 Jauchert, der Flachsacker, liegt zwischen alt Hans Restlin und Hans Schochen, stößt auf die Straße; 1 Jauchert, der Riedacker, zwischen Thomas Voltz und dem jungen Hans Raestlin, stößt auf Lenhard Voltz und auf das Ried, 2 Jauchert im Mayenbruel zwischen alt Hans Restlin und Jacob Voltz, stößt auf des Kaufmanns Brayte; noch 1 Jauchert ebendaselbst; 2 Jauchert zu Bucho, zwischen Alt Hans Restlin und dem Zoller, stößt auf Lenhard Voltz; im Esch gegen die Mühle oder ob dem Bomgarten 1 1/2 Jauchert vor dem Wald, den langen Weg am Wald, an Hansen Schochen, stößt an Hansen Restlin und auf die Wäldgassen; 1 Jauchert gen dem Bomgarten, liegt den Langen Weg zu, beiderseits an den alten Hans Restlin, stößt auf die Waldgassen und das Mulhag; 1 Jauchert darunter den Langen Weg zwischen dem Jungen Hans Restlin und seligen Asmus Lägeler, stößt auf die Waldgassen und Tonius Wagner; 1 Jauchert ob der Siegenstaig auf dem Hagenrain zwischen Hans Schochen und Peter Giger, stößt auf Gorius Schnider. Alle vorgeschriebenen Äcker geben dem Kloster Salem die 4. Garbe. 1 1/2 Jauchert ob dem Bomgarten gegen den Wald stoßen an Hans Restlin den alten und auf das Mulhag, geben eine "troschene Landgarb", nämlich vom Winterkorn 4 1/2 Viertel Vesen, vom Sommerkorn 4 1/2 Viertel Hafer. In Seebach 2 halbe Mannsmahd Wiesen, 1 zwischen beiden Hansen Restlins Wiesen, den Langen Weg, stößt auf das Hänslin Musterle und des Dorfes Espach, das andere liegt an dem alten Hansen Restlin, stößt auf Hans Musterlin und anwandet auf den Espach; 1 Mannsmahd Wiesen am Zollstock, stößt auf die Ach und die Mulwies, liegt fischen den Wiesen des Unteren Wirts und Tonius Wagner; 1/2 Mannsmahd in Bucheln, liegt zwischen Thoma Voltz und dem jungen Hans Restlin, stößt auf die Ach und auf des Dorfes Wiesen; 1 Mannsmahd Wiesen in Leheren, wechselt mit dem alten Hans Restlin, daran liegt ein Espach, der zur Hälfte in das Gütlein, zur anderen Hälfte in Hans Restlins Gut gehört. Die Grundstücke werden verkauft mit allen Rechten als frei lediges Eigen. Aus dem Gut gehen dem Kl. Salem jährlich 4 Schilling Bodenzins, 1 Fastnachtshenne, in das Schloß zu Sigmaringen 4 Pfennig Mayensteuer und 1 Fastnachtshenne. Die Verkäufer verkaufen dem Hieronimus Stör auch ihre eigene Schmiede, gelegen unter oben genanntem Haus, mitsamt den Blasbälgen (blausbelgen), Amboessen, Schliffsteinen, Hämern, Zangen und allen Schmidgeschier: von der Schmiede gehen jährl. an die Kirche zu Ostrach 2 Schilling Bodenzins und 1 rh. Gulden ablösiger Zins; an das Kl. Salem 12 Schilling für Kolholtz, sonst ist sie freies Eigen, wie solche schon Conrad Stehelins Vater und sein seliger Aenin innegehabt haben