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Auswanderungen, OA Crailsheim
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Enthält: Beschwerde des vormaligen Verwaltungsaktuars Friedrich Wiedmann in Marktlustenau wegen verweigerter Auswanderungserlaubnis, Qu. 1-8, 1845; Beschwerde des Georg Rieck in Neustädtlein, Gde. Lautenbach, Pfleger der Langohr'schen Kinder daselbst, wegen oberamtlich verweigerter Ausfertigung eines Reisepasses für seine Pflegetöchter zur Reise nach Amerika, 2 Schr., 1847; Auswanderung der ledigen Margarethe Weidenauer von Unterdeufstetten mit 2 unehelichen Kindern nach Neuburg an der Donau, 5 Schr., 1849; Gesuch der Gemeindevorsteher von Ellrichshausen um einen Staatsbeitrag zu den Kosten der Auswanderung des Landstreichers Friedrich Karl Hausmann von Beeghof nach Amerika, 3 Schr., 1851; Beschwerde des Rechtskonsulenten Kopp in Crailsheim gegen das Oberamt daselbst wegen der an ihn als Auswanderungsbürgen gestellten Insertions- (Inseraten-)kostenforderung anläßlich der Auswanderung der Friederike Köhler mit Kind von Onolzheim nach Amerika im Sept. 1852, 5 Schr., 1852-1853; Gesuch des in Rochester (Amerika) befindlichen Küfers Georg Kopp von Marktlustenau um Bewerkstelligung der Auswanderung seiner in Marktlustenau zurückgebliebenen Ehefrau und Kinder auf Gemeindekosten, 2 Schr., 1853; Verwendung von 500 fl Gelder der Restverwaltung der Amtspflege Crailsheim zur Förderung von Auswanderungen von Angehörigen der unter Staatsaufsicht gestellten Teilgemeinden Neidenfels und Sattelweiler, Gesamtgemeinde Satteldorf, 2 Schr., 1857.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.