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Es wird bekundet, dass sich Wilhelm Balthasar (Balthar) Zahn und
Franz Jakob Pfeiffer wegen eines Erbkaufs verglichen haben. Wilhelm Zahn
hat Fran...
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1711-1720
1717 Januar 4
Ausfertigung, Papier, aufgedrücktes Lacksiegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: So geschehen Fulda den 4ten Januarii 1717
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Es wird bekundet, dass sich Wilhelm Balthasar (Balthar) Zahn und Franz Jakob Pfeiffer wegen eines Erbkaufs verglichen haben. Wilhelm Zahn hat Franz Pfeiffer seine beim Keyßers Kumpff [?] gelegene Behausung, die bei der Behausung der Witwe Johann (Hanß) Georg Pfeiffers liegt, mit allem Zubehör und allen Rechten verkauft. Die Behausung ist ein Bürgergut und nicht verpfändet; das Bürgergut ist gegen das Hospital zum Heiligen Geist (Hosptial ad sanctum Spiritum) mit sechs Böhmischen [Groschen] und vier Kreuzern sowie gegen die Lescherspende mit zehn Böhmischen [Groschen] und vier Kreuzern zinspflichtig. Die Verkaufssumme beträgt 1300 Gulden zu je 42 Böhmischen [Groschen]. Es ist festgelegt worden, dass der Käufer zunächst 1200 Gulden in bar, die übrigen 100 Gulden dann im Lauf des Jahres 1718 bezahlen soll, wobei eine Rate (ziehlgeld) von 50 Gulden vorgesehen ist. Bis zur vollständigen Bezahlung behält sich der Verkäufer die Inanspruchnahme der Hypothek auf das genannte Haus vor. Im Gegenzug verspricht der Käufer, für das gekaufte Haus Währschaft zu leisten. Die Verkaufsurkunde ist in zwei gleich lautenden Exemplaren ausgefertigt worden. Sie ist auf Verlangen beider Vertragspartner durch den fuldischen Geheimrat und Oberamtmann von Fulda, Wolf Daniel von Boyneburg, ausgefertigt worden. Ankündigung der Unterfertigung. Siegelankündigung. Zur Vermeidung betrügerischer Absichten iat beiden Vertragspartnern je ein Exemplar der Urkunde ausgehändigt worden. Handlungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: 1. Seite, 2. und 3. Seite, Rückseite; Siegel: Lacksiegel)
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: (Wolff Daniel von Boineburg)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Wolf Daniel von Boyneburg
Nachträglicher Vermerk auf Seite 3: Wilhelm Balthasar Zahn bestätigte 1722 September 4 den Erhalt von insgesamt 1288,5 Gulden einschließlich Zinsen durch Franz Jakob Pfeiffer (Fuld den 4. 7bris 1722). (siehe Abbildungen: 2. und 3. Seite)
Nachträglicher Vermerk auf Seite 3: Wilhelm Balthasar Pfeiffer bestätigte außerdem 1724 Juli 3 den Erhalt weiterer 90,5 Gulden durch die fuldische Rentkammer und damit die endgültige Ablösung der Verkaufssumme. Die Rentkammer löste damit die inzwischen auf Johann Jakob Pfeiffer übergegangene Zahlungsverpflichtung ein, die Wilhelm Zahn quittierte (Fuldt den 3. Julii 1724). (siehe Abbildungen: 2. und 3. Seite)
Böhmische [Groschen] werden auch als Prager Groschen bezeichnet.
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.