Konrad Hornung von Silheim ("Silhein") [Gde. Bibertal/Lkr. Günzburg] bekennt, dass ihm die Ratsherren Ulrich Schermar, Leo Krafft und Andreas ("Endris") Scheller, derzeit Pfarrkirchenbaupfleger zu Ulm, auf Lebenszeit einen von der Pfarrkirchenbaupflege verwalteten Hof in Silheim, den zuvor Balthasar ("Balthus") Berion bewirtschaftet hat, verliehen haben. Er verpflichtet sich, den Hof in gutem Kulturzustand zu halten, nichts von seinen Zugehörungen zu verkaufen und der Baupflege davon jährlich 5 Imi und 1 Muth Kernen, 8 Imi und 1 Muth Roggen, 3 Imi Fesen und 3 Imi Hafer Ulmer Maß, 4 Metzen Öl, 13 Schilling Heller Heugeld, 100 Eier, 3 Gänse, 4 Hühner und 1 Fastnachtshuhn nach Ulm zu liefern. Bei Säumnissen in der Lieferung der Abgaben, unsachgemäßer Bewirtschaftung sowie nach seinem Tod fällt der Hof wieder an die Baupflege zurück. Bei seinem vorzeitigen Abzug und nach seinem Tod haben das gesamte Stroh und der Mist auf dem Hof zu verbleiben.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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