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Familien: von Berlepsch [ehemals X 5 von
Berlepsch] (Bestand)
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Enthält: Güter- und Lehensgeschäfte, Pfandbriefe, Quittungen, Verträge, Gerichtsurkunden
Lehensurkunden:
Hessische Lehen betreffend das Erbkämmereramt, Bebra, Urleben, Melsungen, Gertenbach, Dohrenbach, Ziegenberg, Fahrenbach, Hofgeismar, Marzhausen, Berlepsch, Oberellenbach, Welsbach, Allendorf, Breitenbach, Niedergrenzebach, Nenndorf, Wollertshausen
Thüringische Lehen betreffend Neunheiligen, Henningsleben, Urleben
Hannoversche Lehen betreffend Ellerode, Hebenshausen, Lippoldshausen, Ossenfeld
Mainzische Lehen betreffend Seebach, Rustenfelde, Simmershausen
Fuldische Lehen betreffend Ebersberg
Fremde Lehen
Bestandsgeschichte: Das Archiv der Familie von Berlepsch wird aufgrund des Depositalvertrages vom 20. Januar 1908 im Staatsarchiv Marburg als Depositum verwahrt und umfasst sowohl einen Urkundenbestand als auch 24 laufende Meter Aktenschriftgut (Best. 340 v. Berlepsch). Die Urkunden wurden bereits 1989 von Wilhelm A. Eckhardt bearbeitet; für die Drucklegung wurde das Manuskript nach HADIS überführt und ergänzt. Die Aktenüberlieferung wurde bereits im 19. Jahrhundert durch Gottlob Günther und Richard von Berlepsch auf Seebach vervollständigt und vorgeordnet. In den Jahren 2006 und 2007 konnte der Bestand aufgrund der finanziellen Unterstützung durch die Familie von Berlepsch, die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Historische Kommission für Hessen archivfachlich bearbeitet werden. Die Ergebnisse können auch über das Internet (www.hadis.hessen.de) recherchiert werden. Im Internet sind ebenso die digitalen Urkundenabbildungen der allgemeinen Abteilung (s. Klassifikation Urkunden/Allgemein) sowie die betreffenden Stammtafeln der Althessischen Ritterschaft (s. Klassifikation Akten/Familienarchiv/Familiengeschichte/Stammbäume) verfügbar. Für die Überlieferungslage außerordentlich günstig ist der Umstand, daß der Seebacher Zweig der Familie von Berlepsch aus Thüringen bereits 1908 sein Archiv in Marburg deponierte. So liegt die historisch fast einmalige Situation vor, daß nicht nur das Familienarchiv komplett vereint ist, sondern auch der thüringische Teil aus Seebach vor dem Untergang nach 1945 gerettet wurde. Die Familie von Berlepsch stimmte 1983 der Eintragung ihres Familienarchivs in das Landesverzeichnis national wertvoller Archive, archivalischer Sammlungen, Nachlässe und Briefsammlungen zu.
In den Jahren 2007-2016 wurden die einzelnen Überlieferungen vereinzelt und umverpackt, die Siegel wurden mit Siegeltaschen versehen und die Signaturen wurden auf Numerus Currens umgestellt.
Geschichte des Bestandsbildners: Die Familie gehört schon durch ihren weit verzweigten Grundbesitz zu den bedeutenden hessischen und thüringischen Adelsgeschlechtern. Die Familie stammt ursprünglich aus Ungarn und hatte Besitzungen in Niedersachsen, nach Streitigkeiten zwischen Thüringen, Mainz und Braunschweig-Lüneburg mussten sie jedoch ihren Stammsitz verlassen und bekamen von Landgraf Hermann II. von Hessen Land auf dem rechten Werraufer zugewiesen, wo sie die Burg Berlepsch errichteten. Seit 1369 bekleiden die von Berlepschs das hessische Erbkämmereramt; das Amt wird bis heute innerhalb der Familie vergeben. Aber auch darüber hinaus finden sich immer wieder Mitglieder der Familie von Berlepsch in hohen landesherrlichen Ämtern in Hessen wie in Thüringen. So waren sie unmittelbar in wichtige historische Ereignisse verwickelt bzw. gestalteten sie durch aktives Handeln mit. Erwähnt seien hier nur Hans von Berlepsch, der als Amtmann der Wartburg den 'Staatsgefangenen' Martin Luther betreute, oder Erich Volkmar von Berlepsch, der im 16. Jahrhundert als Oberhauptmann von Thüringen und gefragter Berater dreier sächsischer Kurfürsten bzw. der hessischen Landgrafen eine zentrale Figur der Politik war.
Findmittel: Arcinsys-Datenbank
Findmittel: Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Marburg: Repertorium X5 Urkunden / 340 Akten: Familien-, Herrschafts- und Gutsarchiv von Berlepsch, bearb. von Steffen Arndt und Wilhelm A. Eckhardt, Marburg 2008 (Signatur: R 1970).
Findmittel: Repertorium Urkunden von Berlepsch, angelegt 1989, maschinenschriftlich, 1 Band (Signatur: R 1969).
316 Urkunden
Bestand
Korrespondierende Archivalien: Urk. 13 Generalrepertorium [ehemals Urk. A I t]; Urk. 14 Landgräfliche Aktiv- und Passivlehen [ehemals Urk. A I u]; Urk. 49 Hessische Adels- und Bürgerfamilien [ehemals Urk. A VI]; Urk. 67 Hanau Aktiv- und Passivlehen [ehemals Urk. O I q, r]; Urk. 72 Hanau, Adel [ehemals Urk. O II e]; Urk. 76 Fulda, Lehnreverse [ehemals Urk. R I b]; Urk. 77 Fulda, Klöster [ehemals Urk. R II]; Urk. 80 Fulda, Adelsarchive [ehemals Urk. R IX]; Best. 17 c Regierung Kassel Lehnhof; Best. 17d Regierung Kassel Familienrepositur; Best. 86 Hanauer Nachträge; Best. 340 von Berlepsch.
Literatur: G. Degenhardt, Der Adel im Altkreis Rotenburg – die Herren von Berlepsch, in: Rund um den Alheimer 25 (2004), S. 19-22; A. Straub, Schloss Berlepsch, Landgrafenschloss auf der rechten Werraseite, in: Hessischer Gebirgsbote 90 (1989), S. 99-100; G.W. Sante, Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, Bd. 4: Hessen, Stuttgart 1963, S. 41; E.H. Kneschke, Neues allgemeines Adels-Lexikon, Leipzig 1859, Bd. 1, S. 353ff.; Neue Deutsche Biographie, hrsg. von der Historischen Kommission bei der bayerischen Akademie der Wissenschaft, Berlin 1955, Bd. 2, S. 94ff.; S. Frhr. von Dörnberg, Stammtafeln der Althessischen Ritterschaft [...], Bad Hersfeld 1958.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.