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Sammelband mit 19 von Friedrich [von Romrod], Abt von Fulda, bestätigten Urkunden des Abtsgerichts von 1392-1393
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Urk. 79 Reichsabtei Fulda: Gerichte, Ritterschaft, Orte, Stadt Fulda [ehemals: Urkunden R V, VI, VII, VIII]
Reichsabtei Fulda: Gerichte, Ritterschaft, Orte, Stadt Fulda [ehemals: Urkunden R V, VI, VII, VIII] >> Gerichte (ehemals: Urkunden R V) >> 1 Abteiliches Gericht
1392 Mai 30-1393 April 29
19 Ausfertigungen, Papier, alle mit rückseitig aufgedrückten Papiersiegeln (alle beschädigt)
Urkunde
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: [Urk. 1:] Friedrich [von Romrod], Abt von Fulda, bekundet, dass Johann (Hans) Murhard den Frowin von Hutten wegen einer nicht eingelösten Bürgschaft bei dem Juden Salmon Polpe verklagt hat (anno domini M° CCC° LXXXXII an donerstage vor dem heiligen phingistage [1392 Mai 30]). - [Urk. 2:] Derselbe bekundet, dass Eckhard von Lüder (Luter) geklagt hat, weil ihn Witzel und Simon von Lüder an seinen Lehen und Gütern der halben Kemenate zu Lüder [heute: Großenlüder, Lkr. Fulda] nebst ihrem Zubehör hindern (Datum anno domini M° CCC LXXXXII quarta feria ante vincula Petri [1392 Juli 31]). - [Urk. 3:] Derselbe bekundet, dass Heinrich Sparnauwe, Dekan von Frauenberg, gegen Adelheid (Alheit), Witwe des Simon von Heuselstamm (Huselstam), und ihre Söhne Heinrich (Heintz), Friedrich (Fritz) und Vopel (Vayppel) von Schlitz, genannt von Heuselstamm, wegen eines Hofes, den diese wüst liegen lassen haben, geklagt hat (an dinstage nach sent Michels tage anno domini M° CCC° LXXXXII [1392 Oktober 1]). - [Urk. 4:] Derselbe bestätigt eine Klage des Johann (Hans) Kelner als Vormunds des Apel Rubin vor dem Paradiesgericht (gerichte des paradises) gegen Gerlach Küchenmeister und Ludwig (Lotze) Windolt wegen einer Bürgschaft, welche diese für Heinrich (Heintz) Kreyen und Johann (Henne) Kreppelin übernommen haben (nach Cristi geburt driczenhundert jare in dem czwei und nunczigisten jare an dinstage nach sente Michels tage [1392 Oktober 1]). - [Urk. 5:] Derselbe bestätigt eine Klage des Konrad Murhard (Morrehard), Dekans von Neuenberg, gegen Witzel und Berthold (Tolde) Doring (anno domini M° CCC LXXXXII feria tercia post diem sancti Michahelis [1392 Oktober 1]). - [Urk. 6:] Derselbe bestätigt eine Klage des Konrad Semel gegen Heinrich (Heintz) von Schlitz, genannt von Heuselstamm (Huselstam) wegen einer Schuld (an sente Gallen tage anno domini M° CCC° LXXXXII° [1392 Oktober 16]). - [Urk. 7:] Derselbe bestätigt eine Klage des Witzel Gassenhauer (Gassenheuwer) gegen Adelheid (Alheit) von Bimbach wegen einer Schuld (an mitwochen vor Luce anno domini M° CCC° LXXXXII [1392 Oktober 16]). - [Urk. 8:] Derselbe bestätigt eine Klage des Johann (Hans) von Buttlar gegen Witzel und Simon von Lüder (Luter), die ihn an seinen Lehen und Gütern - der halben Kemenate zu Lüder [heute: Großenlüder, Lkr. Fulda] und der dazu gehörigen Niedernburg - hindern. (Datum anno domini M° CCC° LXXXXII [1392]). - [Urk. 9:] Derselbe bestätigt eine Klage des Eckhard von Gelnhausen und Hermann Ledenthers gegen Hermann Gerhard wegen einer Schuld (an dinstage nach dem suntage als man czu jore singet Invocavit anno domini M°CCCLXXXXII [1393 Februar 25]). - [Urk. 10:] Derselbe bestätigt eine Schuldklage des Witzel Gassenhauer (Gassenheuwer) gegen Johann (Hans) von Lüder (an dinstage nach Invocavit anno domini M° CCC° LXXXXIII [1393 Februar 25]). - [Urk. 11:] Derselbe bestätigt eine Klage des Hermann von Cappel gegen Otto von Lüder (Luter) d.J. (anno domini M° CCC° LXXXXIII feria tercia post Invocavit [1393 Februar 25]). - [Urk. 12:] Derselbe bestätigt eine Klage des Hermann von Cappel wegen Verheerung seiner Höfe zu Caßdorf (Castorff) [heute: Ortsteil von Homberg (Efze) [Schwalm-Eder-Kreis] und Ostheim [heute: Ortsteil von Malsfeld, Schwalm-Eder-Kreis] gegen Eckhard, Otto und Heinrich von Lüder (Lueter) (an mittewachen vor Letare anno domini M° CCC LXXXXIII [1393 März 12]). - [Urk. 13:] Derselbe bestätigt eine Klage des Heinrich von Geysa als Vormundes des Matthias Zentgraf vor dem Paradiesgericht (gerichte des paradises) gegen Friedrich (Fritz) und Heinrich Pfeffersack als Erben des Gottfried (Gotze) Pfeffersack wegen eines Pferdes [vgl. Urk. 17] (an mittewachen vor Letare anno domini M° CCC LXXXXIII [1393 März 12]). - [Urk. 14:] Derselbe bestätigt eine Schuldklage des Witzel Gassenhauer (Gassenheuwer) gegen Johann (Hans) von Lüder (Luter) (an mittewachen vor Letare anno domini M° CCC LXXXXIII [1393 März 12]). - [Urk. 15:] Derselbe bestätigt eine Klage des Witzel Gassenhauer (Gassenheuwer) gegen Katharina, Witwe des Konrad Doring [vgl. Urk. 18] (an mittewachen vor Letare anno domini M° CCC LXXXXIII [1393 März 12]). - [Urk. 16:] Derselbe bestätigt eine Schuldklage des Witzel Gassenhauer (Gassenheuwer) gegen Witzel Doring [vgl. Urk. 19] (an donerstage vor dem palmen tage anno domini M° CCC LXXXXIII [1393 März 27]). - [Urk. 17:] Derselbe bestätigt die Wiederholung der Klage des Heinrich von Geysa [vgl. Urk. 13] (an donerstage vor dem palme tage anno domini M° CCC° LXXXXIII [1393 März 27]). - [Urk. 18:] Derselbe bestätigt die Wiederholung der Schuldklage des Witzel Gassenhauer (Gassenheuwer) gegen Katharina, Witwe des Konrad Doring [vgl. Urk. 15] (an donerstage vor dem palmen tage anno domini M° CCC LXXXXIII [1393 März 27]). - [Urk. 19:] Derselbe bestätigt die Wiederholung der Schuldklage des Witzel Gassenhauer (Gassenheuwer) gegen Witzel Doring [vgl. Urk. 16] (an dinstage nach Jubilate anno domini M° CCC° LXXXXIII [1393 April 29]).
Die Urkunden wurden nacheinander chronologisch geordnet in einen Pappband unter dem Titel 'Erklärungen und Erkenntnisse des Abtes Friedrich im Namen des Gerichtes zu Fulda über eingebrachte Klagen 1392-1393' eingeheftet.
Die einzelnen Urkunden wurden mit Bleistift nachdatiert.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.