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Verleihung eines Walds in Lehnerz durch Johann Wolfgang Schott von Memmelsdorf, Kellerer des Klosters Fulda, an Konrad Scherer aus Ziehers
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Urk. 78 Reichsabtei Fulda: Kirchen, Hospitäler, Stiftungen, Seminar, Universität [ehemals: Urkunden: R III, IV]
Reichsabtei Fulda: Kirchen, Hospitäler, Stiftungen, Seminar, Universität [ehemals: Urkunden: R III, IV] >> Spital-Amt
1570 Februar 03
Ausfertigung, Pergament, 2 an Pergamentstreifen anhängende Siegel (beschädigt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Der gebenn ist in die sancti Blasii denn dritten Februarii als man zalt nach Christi unsers libenn hernn unnd seligmachers geburt tausent funffhundert unnd siebenzigk jar
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Johann Wolfgang Schott von Memmelsdorf (Memelsdorff), Propst von Holzkirchen sowie Kellerer und Spitalherr des Klosters Fulda, bekundet, dass er mit Zustimmung Abt Balthasars [von Dernbach], des Dekans Hermann von Windhausen und des Konvents von Fulda an Konrad Scherer aus Ziehers (Zigers) [heute: Stadtteil von Fulda] und dessen Ehefrau Margarethe einen genau bezeichneten Wald samt zugehörigen Äckern oder Grundstücken des Spitals in Lehnerz (Lenhers) [heute: Stadtteil von Fulda] für einen jährlichen Erbzins in Höhe von drei Gulden erblich verliehen hat. Es folgen Absprachen über Verkauf und Verpfändung; die Lehnsempfänger dürfen den Wald für drei bis vier Jahre nutzen und dort Holz einschlagen. Ankündigungen des Kellereisiegels und des großen Geschäftssiegels [ad causas] des Klosters Fulda. Nennung von Personen und Orten.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: Von Tit. JE Johann Kellers Cammerschreibern übergeben undt geliefert worden den 8.ten Aprilis 1696
Vermerke (Urkunde): Siegler: Kellerei des Klosters Fulda
Vermerke (Urkunde): Siegler: Großes Geschäftssiegel [ad causas] des Klosters Fulda
Entlang des oberen Rands der Urkunde ein handschriftliches Kurzregest.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.