Walburga Vögtin von Summerau zu Praßberg, geborene von Cronheim, Ehefrau von Haug Vogt von Summerau zu Praßberg und zum Leütpolz, Erbmarschall des Fürststifts Kempten, beurkundet, dass sie bei der Erbteilung ihres verstorbenen Vetters Sixt Werner Schienen zu Gamerschwang mit dem ihr zugeteilten Drittel unter anderem auch seine zu Rißtissen gelegenen Güter und Stücke erhalten und nun an Kaspar Freiherr von Laubenberg, Herr zu Werenwag und Rißtissen, verkauft hat. Da es der Ausstellerin nicht möglich ist, die in dem Übergabebrief bestimmte Entlassung ihrer dienst-, zins- und gültbaren Untertanen, die in ihrem Namen auf ihren Ehemann vereidigt waren, aus ihren Dienstbarkeiten, Gehorsamkeiten, Eiden, Gelübden und Pflichten mit ihrem Hab und Gut selbst vorzunehmen, beauftragt sie Godtfriedt Ludwig Arnold, Gerichtsschreiber der Freiherren von Freyberg zu Öpfingen, an ihrer Stelle am 15. März 1593 in dem Marktflecken Rißtissen zu erscheinen. Dort soll Godtfriedt Ludwig Arnold die auf vereidigten Untertanen versammeln, sie im Namen ihres Ehemannes und in ihrem eigenen Namen aus ihren Eiden, Gelübden, Diensten, Gehorsamkeiten und allen anderen Verpflichtungen zu entlassen und an Kaspar Freiherr von Laubenberg zu verweisen. Die Ausstellerin verspricht abschließend die Schadloshaltung und Bürgschaftsleistung.