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Moritz Simon bekundet für sich, seine Ehefrau und seine Erben,
dass er an Johann Peter (Joanni Petro) Hermann, fuldischer
Gerichtsschreiber (regis...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1701-1710
1704 März 20
Ausfertigung, Papier, aufgedrücktes Lacksiegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: So geschehen Fuld den 20ten Martii 1704
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Moritz Simon bekundet für sich, seine Ehefrau und seine Erben, dass er an Johann Peter (Joanni Petro) Hermann, fuldischer Gerichtsschreiber (registratori dicasterii Fuldensis) des Oberrats und Schöffenstuhls, seinen an der Pfingstweide bei Niesig zwischen den Grundstücken von Johann Peter Hermann und Tobias (Thebeß) Oswaldt, fuldischer Hofbauer, bei Horas (Horauw) gelegenen Acker verkauft hat. Der Acker in der Größe von fünf Beeten ist ein Bürgergut und daher zehntfrei. Moritz Simon hat den Acker in Anwesenheit von Konrad Rüttger, Rechtsvertreter des Konvents von Fulda und der Stadt (praenobilis capituli et urbis Fuldensis syndici) und von Konrad Walter, Bürgermeister von Fulda, für 45 Gulden fuldischer Währung verkauft. Von dieser Summe hat Moritz Simon 25 Gulden sofort erhalten, die restlichen 20 Gulden am Tag der Ausstellung dieser Urkunde [1704 März 20]. Daraufhin hat er ohne weitere Einschränkungen seinen Verzicht auf den genannten Besitz und alle zukünftigen Ansprüche erklärt (cum expressa renunciatione exceptionis non numeratae vel non acceptae pecuniae). Ankündigung der Unterfertigung. Siegelankündigung. Handlungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: 1. Seite, 2. Seite, Rückseite; Siegel: Lacksiegel)
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: (Mauritius Simon manu propria)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Moritz Simon
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.