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2/5 [fol. 16]: 1596 November [?] (Senatsprotokoll)
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Akademischer Senat (I), Protokolle >> Acta Senatus, Bd. V
Enthält: Anwesend: Prorektor Mögling, Herbrand, Gerlach, Hafenreffer, Hochmann, Halbrütter, Harprecht, Magirus, Hamberger, Planer, Müller, Ziegler; 1.) Supplik des Hans Huber um Vorladung des Jakob Kürnerus (Anm. 1) aus Honau, der seine Tochter geschwängert hat: Sendung der Vorladung an dessen Eltern. [UAT 2/5, Bl. 16']; 2.) Supplik der Witwe des Dr. Haid um Einstellung der Inventierung und ihre Anzeige, ledig bleiben zu wollen: Gewährung bei schriftlicher Einreichung der Supplik sowie Verordnung des David Wilhelm (Anm. 2) zum Kurator ihrer Tochter. [UAT 2/5, Bl. 16']; 3.) Klage des Kürschners Andreas Müller wg. tätlicher Verletzung durch Rade und darüber stattgefundene Verhandlung: Anhörung des Rade und bei Bestätigung der Klage seine Relegation von der Universität. (Jakob Beckh, Joseph Schem) [UAT 2/5, Bl. 16']; 4.) Begehr des Crusius um Druckerlaubnis für einen "Dialogus contra Popismum Frischlini". [UAT 2/5, Bl. 17]; 5.) [zu 3] Verteidigung und Entschuldigung des Rade: Prozess gegen ihn durch seine Gläubiger sowie Verweis und Relegation von der Universität. [UAT 2/5, Bl. 17]; 6.) Gravamina der Kuratoren der Kinder des Hans Osswald (Oswald) wg. eines Verkaufs an den Kanzler. [UAT 2/5, Bl. 17']; 7.) [zu 4] "Dialogus contra Popismum Frischlini": Nachfrage beim Buchdrucker in Straßburg über den Autor und Auftraggeber des Büchleins; Verlesung der Schrift durch Crusius. [UAT 2/5, Bl. 17']; Anm. 1: 223,47. Anm. 2: MUT 198, 78.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.