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Verzeichnis verlagerter Pretiosen und Münzen der Kunstkammer
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 20 a Kunstkammer (Kunstkabinett)
Kunstkammer (Kunstkabinett) >> 1. Inventare, Zugangs- und Abgabeverzeichnisse >> 1.1 17. Jahrhundert
1678
Oberratsregistrator Daniel Moser, Johann Cornelius Pommer, der Kammerschreibereibuchhalter Georg David Herold und Johann Nicolaus Knaus bezeugen, dass die verzeichneten Objekte auf Befehl der fürstlichen Verwaltung vom 11. Januar 1678 für den Transport verpackt wurden; 27. Februar 1678. Wahrscheinlich handelte es sich bei diesem Transport um eine Evakuierungsmaßnahme angesichts der französisch-österreichischen Auseinandersetzungen im Holländischen Krieg (1672-78).
Das Verzeichnis ist nach Lagerort gegliedert: Zunächst werden Objekte genannt, die zur besseren Raumnutzung in die Eisentruhe gepackt wurden, welche auch die Stammkleinodien enthält; es folgen die Transportbehälter "Einschlag Nro. I" bis "Einschlag Nro. XI".
Die verzeichneten Objekte sind überwiegend identisch mit den in Bü 9 aufgelisteten Abgaben:
- Geschirr und Besteck mit bzw. aus Edelstein, Jaspis, Achat, Amethyst, Bergkristall, Chalzedon, Lapislazuli, Jade, Perlmutt, Terra Sigillata, Kokosnuss,
- gefasste und ungefasste Meeresschnecken,
- ein Schachspiel aus Karneol,
- Bezoare,
- ungefasste Steine in Kästlein und Laden,
- drei Säcke mit Münzen aus Gold, Silber und unedlen Metallen,
- Korallen und Korallenplastiken,
- ein Kruzifix aus Kristall,
- mit Ambra überzogene, edelsteingeschmückte Hände,
- Kunststücke und kleine Truhen aus Perlmutt,
- emaillierte Konfektschalen.
1 Folioheft, ohne Seitenzählung
Archivale
schadhaft
Herold, Georg David; Rentkammerexpeditionsrat, Kammerschreibereiverwalter, 1651-1690
Knaus, Johann Nicolaus; Kammerdiener
Moser, Daniel; Numismatiker, 1642-1690
Pommer, Johann Cornelius; Landschreibereiverwalter, 1643-1703
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.