Der Stadtammann zu Ulm Eberhard Bloß beurkundet ein Urteil des Ulmer Stadtgerichts in einem Rechtsstreit zwischen dem Hofmeister Ulrich Schmied und den Pflegern des Heiliggeistspitals in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch Nr. 261/2, 254] Eitel ("Itel") Löw und Konrad Ott und ihrem Fürsprecher Walter Ehinger, Altbürgermeister zu Ulm, auf der einen Seite sowie den Gebrüdern Markward und Jodok ("Jos") Ehinger und ihrem Fürsprecher Heinrich Krafft, Altbürgermeister zu Ulm, auf der anderen Seite. Bei dem Streit geht es um einen jährlichen Zins von 0,5 Imi Öl, den das Spital von einer Reute der Ehinger in Ulm an der Donau ("Thu/o/now") vor dem Herdbruckertor [abgegangen, Donaustraße, Bereich östlich von Herdbruckerstraße 30, Lagerbuch Nr. 1/3] beansprucht. Nach Anhörung der beiden Fürsprecher und Untersuchung der von den Parteien vorgelegten Beweismittel urteilen die Richter am Stadtgericht Georg Löw, Bürgermeister, Johann Besserer, Altbürgermeister, Heinrich von Günzburg, Wilhelm Rot der Ältere, Peter Stöbenhaber und die beiden Fürsprecher, dass der Hofmeister des Spitals mit einem Eid beschwören soll, dass dieser Zins dem Spital schon immer zugestanden hat. Tut er dies, dann müssen die Gebrüder Ehinger ihn auch künftig entrichten. Daraufhin hat sich Ulrich Schmied zur Leistung des Eides bereiterklärt, die Beklagten haben aber darauf verzichtet.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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