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Inventare des Antiquars Vischer zum Sturz 1762/63: Verluste (Konzept)
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Liste der Stücke, die bei der anlässlich der Amtsübergabe an den Antiquar Professor (Johann Friedrich) Vischer 1762 durchgeführten Inventur als fehlend festgestellt wurden, geordnet nach Kästen. Die Seitenverweise beziehen sich zumeist auf die entsprechenden Schuckard-Inventare aus dem Zeitraum 1708-52 (Bü 16-28), teilweise auch auf die Schönhaar-Inventare aus dem Zeitraum 1752-61 (Bü 38-48; dort z. T. entsprechende Fehlvermerke in braunem Holzstift). Vermutlich diente das vorliegende Dokument als Konzept für das vollständigere Verzeichnis A 20 a Bü 76, in dem auch sämtliche der hier als "Defecten" bezeichneten Objekte erscheinen (vgl. dort):
- neun "kleine Gläslein" und eine "Schlangenkrone" aus Kasten K;
- eine antike Münze in Kasten J;
- eine gläserne Kugel auf einem Podest, sieben künstliche Blumen aus Leinwand aus Kasten H;
- eine Muschel aus Kasten D;
- vier Mineralienstücke aus Kasten C;
- zwei Kupferstiche und ein Kunststück aus Papier in Kasten X;
- eine Zeichnung und eine optische Linse in Kasten O;
- ein Fossil aus Kasten M;
- die silberne Pfeife einer Tabakraucher-Figur, eine Eidechse, 79 Metallabgüsse aus Kasten L.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.