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Mainz (Stadt): Gisela, Witwe des Mainzer Bürgers Ernst v. Erbach, verfügt durch Vortrag Friedrichs vor dem (Mainzer) Richter Dudo über ihren gesam...
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Urkunden der ehemaligen Provinz Rheinhessen >> 11 Orte, Buchstabe M >> 11.1 Mainz >> 11.1.53 Mainz (Stadt)
1285 Februar 24
Eberbach, Abtei
Siegel des (Mainzer) Richters Dudo ab
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: D. 1285 die beati Mathi. ap.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Mainz (Stadt): Gisela, Witwe des Mainzer Bürgers Ernst v. Erbach, verfügt durch Vortrag Friedrichs vor dem (Mainzer) Richter Dudo über ihren gesamten Besitz im Stadtgericht Mainz für den Fall ihres Todes: Das hohe Steinhaus am Untermühltor fällt für ein jährliches Seelenamt an Mariä Verkündigung in der Kirche St. Maria (Udenmünster) zu Mainz an das Kloster Dalen. Ihre Wohnung, Haus und Hof, erhält das Kloster Eberbach gegen die Übernahme von Renten und Legaten an ihre Enkelin (nepti) Gisela in Dalen, an Johann v. Lichtenstein, an die Minoriten zu Mainz, an Kloster St. Klara, an die Fabrik der Dominikaner und die der Augustiner, an Kloster St. Agnes, an die Büßerinnen, die Karmeliter, die Pfarrer der fünf Mainzer Pfarreien, für die Pfarrgebäude ihrer Pfarrei Udenmünster, für die Kranken des Hospitals und die Leprosen im Felde, für den Kirchenbau in Erbach, an ihr Bruderskind Gisla und deren Kinder, an den Enkel (nepoti) Konrad ihres Bruders, an ihre Enkelin (nepti) Jutta in Mainz, für den Altar von Udenmünster, an bedürftige Kreuzfahrer. Sie behält sich die Freiheit weiterer Legate vor. Zeugen: Pfarrer Ludwig von St. Maria (Udenmünster), Vikar Hartung von St. Peter, Schultheiß Heinrich v. Essenheim, Heinrich de Rufo, Wolfram, dessen Sohn Jakob, Karl v. Ingelheim, Karl am Mühlentor, Petrus de Rebehove, Werner de Schleuderer (balistarius) von Bingen und sein Sohn Wentzo, Konrad v. Vogelsang (de cantu volucrum), Heinrich Faber bei St. Ulrich, Emmercho albus, Gerd und dessen Sohn, sämtliche Bürger zu Mainz
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.