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Reichstag zu Augsburg am 22. April 1530 wegen Religion und Türkenhilfe
Enthält: Zu Anfang des Reichstages werden die Reichsstädte von dem Kaiser Karl V. zu Rede gesetzt, warum sie gegen den letzten Reichsabschied protestiert hätten, und den gesamten Protestierenden Ständen wird aufgegeben, ein Bekenntnis ihrer Lehren der Reichsversammlung zu übergeben. Die protestierenden Stände, wozu sich auch Heilbronn hielt, unerachtet es die Artikel nicht unterschrieben, übergaben ihre Konfession, worauf durch Friedrich II. von der Pfalz am 3. August im Namen des Kaisers eine Wiederlegung derselben abgelesen wird. Die verlangte Abschrift dieser Wiederlegung wird den protestierenden Ständen verweigert. Es wird ein Ausschuss von sieben und nachher drei Theologen und Rechtsgelehrten gemacht, die auf gütliche Art beide Religionsparteien vereinigen sollten, auch selbst zwischen den Ständen Unterhandlungen gepflogen, auf keine Art aber etwas zu Stande gebracht, kraft dessen die Protestanten in Religionssachen nichts ändern, die in ihren Staaten noch vorhandene katholische Untertanen in ihren Gebräuchen ungestört lassen, keine Wiedertäufer dulden sollten etc. Die Protestanten beschweren sich gegen diesen Abschied, und wollen sich demselben nicht unterwerfen, versuchen auch die Apologie der augsburgischen Konfession gegen die sogenannte Wiederlegung derselben zu übergeben, welche aber nicht angenommen wird. Der Kurfürst von Sachsen und der Landgraf von Hessen gehen von Augsburg weg. Der Gesandte der Stadt Heilbronn, Bürgermeister Rieser, berichtet, dass durch die Bedrohungen viele von den Protestierenden Ständen abgefallen und den Abschied angenommen hätten, und dass man daher mit den übrigen jetzt noch härter verfahren werde. Mann soll in der Stadt gute Wache halten, umso mehr da man von Heilbronn und Reutlingen Unterschiedliches rede, Heilbronn bleibt bei der Erklärung von Sachsen und Hessen. In die Türkenhilfe wollen die Protestanten nicht eher willigen, bis vorher Friede im Reich gemacht ist.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.