Auf unserer Webseite werden neben den technisch erforderlichen Cookies noch Cookies zur statistischen Auswertung gesetzt. Sie können die Website auch ohne diese Cookies nutzen. Durch Klicken auf „Ich stimme zu“ erklären Sie sich einverstanden, dass wir Cookies zu Analyse-Zwecken setzen. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen hier einsehen und ändern.
Papst Clemens X. bestätigt Bernhard Gustav [Markgraf von
Baden-Durlach], Mönch des Benediktinerordens, die Koadjutorie von
Kempten. Roman (Romanus...
Anmelden
Um Merklisten nutzen zu können, müssen Sie sich zunächst anmelden.
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1661-1670
1670 Mai 11
Ausfertigung, Pergament, Bleibulle an Hanfschnur
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum Romae apud sanctum Petrum anno incarnationis Dominice millesimo sexcentesimoseptuagesimo quinto Idus Maii pontificatus nostri anno primo
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Papst Clemens X. bestätigt Bernhard Gustav [Markgraf von Baden-Durlach], Mönch des Benediktinerordens, die Koadjutorie von Kempten. Roman (Romanus) Bernhard Christoph Giel von Gielsberg, Abt des Klosters St. Maria in Kempten, hat das 60. Lebensjahr bereits überschritten und ist körperlich schwach und hat sich daher entschlossen, Bernhard Gustav zum Koadjutor anzunehmen und darum bei Papst Clemens IX. zu supplizieren. Bernhard Gustav stammt aus der Familie der Markgrafen von Baden[-Durlach] und ist Mönch des Benediktinerordens und päpstlich bestätigter Koadjutor von Fulda mit dem Recht auf Nachfolge im Amt mit Einkünften in Höhe von 324 Kammergulden, Domherr in Köln und Straßburg, jeweils mit einem Einkommen in Höhe von 24 goldenen Kammerdukaten. Die Supplik zur Bestätigung der Einsetzung als Koadjutor des Abtes Roman datiert von 1669 Dezember 7 (sub datum videlicet septimum Idus Decembris pontificatus sui anno tertio) und erstreckt sich auf die geistlichen und weltlichen Rechte und Gewohnheiten des Klosters Kempten. Die Einsetzung geschieht mit Zustimmung des Abtes Roman und des Konvents von Kempten; die Einkünfte betragen 458 Kammergulden. Unter Wahrung der Bestimmungen des [4.] Laterankonzils über die Wahl von Klerikern und das päpstliche Devolutionsrecht und der Rechte des Konsistoriums kann Bernhard Gustav eines [?] seiner Benefizien frei resignieren und neu vergeben. Die Gerichtsbarkeit der päpstlichen Legaten und Nuntien erkennt er an. Es folgen Bestimmungen zur Residenzpflicht; es erfolgt ein Hinweis auf die Entscheidungen von 1669 Dezember 7. Der Papst beauftragt den Generalauditor der päpstlichen Kammer und die Domdekane von Mainz und Würzburg oder einen oder zwei von diesen damit, Bernhard Gustav in das Amt des Koadjutors von Kempten einzuführen; er kann sich die Weihen von einem katholischen Bischof seiner Wahl erteilen lassen, nachdem er vor diesem den in einer beigefügten verschlossenen Urkunde übersandten Eid (quam sub bulla nostra mittimus introclusam ac formam iuramenti) auf den Papst geleistet hat; Bernhard Gustav soll darüber eine mit eigenem Boten nach Rom zu sendende besiegelte Urkunde ausstellen. Ausstellungsort: Rom, St. Peter. Rationi congruit. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Bleibulle: Apostelstempel, Namensstempel)
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: Roman Giel [von Gielsberg], Abt von Kempten, und der Konvent von Kempten haben in Gegenwart des Antonius Jordanus der umseitig beschriebenen, von Petrus von Loydium de Ruyte [?] überbrachten Konstitution zugestimmt und sie beeidigt. Unterschrift: Antonius Jordanus. (Anno a nativitate Domini nostri Iesu Christi MDCLXIX die vero VII Decembris) [1669 Dezember 7].
Auf der Plica rechts: (I. Donilis [?] / Visa[..] Ciampinus).
Auf der Plica links: [?].
Unter der Plica links außen: (Maii).
Unter der Plica links: (CCCXXX [grossi] / C. Marinuccinis / V. Bodeson / V. B[...] / Pros. collegio [?] / Guido Saiscioneus secretarius [?]).
Unter der Plica links auf der Innenseite: ([...] LL S B. Poranena / H. Amidsis Cap. [?] / Mo CCCXXX reau [?]).
Unter der Plica unter den Siegelschnüren: (I. Absalon / I. Bocaceenalas [?]).
Unter der Plica rechts: (N. Corrad[..] pro comuni 45 [?] / [...] et uno pro correctore p 21 9 L [?] Th. Iomat Cap. / Sodennus pro comuni [...] 9 / Iodennus pro communi d 45 - 8 / G. Magnus Cap.).
Unter der Plica rechts außen: (Ferdinand Raggius / Iodeepinoca cap. / pro comunibus 25 - 5 / Hiampinus Capt. / I. Absalon / pro communi d 68 - 3 / Ioannes Deferniolis Cap.).
Auf der Rückseite: (Registrata in camera apostolica [....]Antamorus [...] [?]).
Auf der Rückseite: (Camidum pro dominum cardinalem de Baden).
Aufgrund der eingeschränkten Lesbarkeit können nicht alle Details der Urkunde im Regest wiedergegeben werden.
Vgl. Nr. 1915.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.