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Kuratorium der Universität zu Königsberg (Bestand)
Tektonik >> TERRITORIALÜBERLIEFERUNGEN, PROVINZIAL- UND LOKALBEHÖRDEN >> Preußenland / Ostpreußen >> Die preußische Provinz bis 1945 >> Universität Königsberg und weitere Hochschulen
Laufzeit: 1875 - 1955
Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.
Vorbemerkung
Behördengeschichte:
Während die protestantische Universität Königsberg bereits am 17. August 1544 von Herzog Albrecht von Brandenburg-Ansbach in Königsberg feierlich gegründet wurde, erfolgte die Einrichtung des Kuratoriums erst nach der Auflösung des Etatsministeriums [1] im Jahre 1806.[2] Als erster Provinzialkurator wurde der Geheime Oberfinanz-, Kriegs- und Domänenrat Hans Jakob von Auerswald durch König Friedrich Wilhelm III. ernannt.[3] In der "Instruktion für den Kammerpräsidenten von Auerswald als Provinzialkurator der Universität zu Königsberg" vom 22.02.1806 sind sowohl die Aufgaben und Befugnisse hinsichtlich der Präsentation der Bildungseinrichtung nach innen und außen als auch die Vermögensverwaltung dokumentiert.[4]
Im Spätsommer 1944 zerstörten englische Luftangriffe die Gebäude der Universität Königsberg; die Schließung der Albertina und deren Verlegung nach Greifswald erfolgte am 28. Januar 1945.[5]
Bestandsgeschichte:
Die im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz vorhandene Territorialüberlieferung Ostpreußens setzt sich im Wesentlichen aus denjenigen Beständen, Nachlässen und Sammlungen des früheren Staatsarchivs Königsberg/Preußen zusammen, die vor Ende des Zweiten Weltkriegs nach Westen verlagert und über das damalige Staatliche Archivlager in Göttingen 1979 an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz abgegeben wurden. Während das Archiv des Deutschen Ordens (bis 1525) und des Herzogtums Preußen (bis 1701) fast vollständig hier zur Verfügung stehen, nimmt die Überlieferungsdichte im folgenden Zeitraum kontinuierlich ab; im späten 19. und im 20. Jahrhundert ist dann nur noch ein kleiner Ausschnitt des ursprünglichen Archiv- bzw. Behördenschriftguts vorhanden.
Die vorliegende Überlieferung des Kuratoriums Königsberg gelangte zusammen mit der Überlieferung Meldestelle für ostdeutsche Hochschulen (XX. HA, Rep. 99 c) im Jahre 1988 vom Kuratorium der Universität Göttingen - wo die Stelle zuletzt angesiedelt war - in das Geheime Staatsarchiv PK, wurde 1989 verzeichnet und in der XX. HA Historisches Staatsarchiv Königsberg als Repositur 99 aufgestellt. Für das vorliegende Findbuch wurde die bestehende Verzeichnung im Zuge der Onlinestellung überarbeitet, klassifiziert und durch Indizes erschlossen. Parallel zu den Erschließungsarbeiten erfolgte die magazintechnische Bearbeitung. Die Akten wurden mit Mappen und neuen Signaturschildern versehen sowie in Archivkartons verpackt.
Die ursprüngliche Überlieferung "Kuratorium der Albertus-Universität zu Königsberg" aus dem Zeitraum von 1577 bis 1908 [6] wird heute im Staatsarchiv in Olsztyn (Archiwum Panstwowe w Olsztynie) verwahrt. Erhalten ist hier jedoch das 1939 entstandene Altfindmittel, das die ehemals vorhandene Überlieferung [7] dokumentiert.[8]
Verweis auf andere Bestände des GStA PK:
- XX. HA, EM - Oberratsstube, Preußische Regierung, Ostpreußisches Etatsministerium, Abt. 139 Universität Königsberg
- XX. HA, Rep. 152 Universität zu Königsberg
- I. HA GR, Rep. 7 Preußen
- I. HA Rep. 76 alt Ältere Oberbehörden für Wissenschaft, Kunst, Kirchen- und Schulsachen
- I. HA Rep. 76 Kultusministerium.
Weiterführende Literatur:
- Karl Erich Andrée: Die Albertus-Universität. Schicksal und Leistung. In: Fritz Gause (Hrsg.): Ostpreußen. Leistung und Schicksal. Essen 1958, Seite 239 - 257 (Deutsche Landschaft 4).
- Sabine Bamberger-Stemmann: Königsberg und seine Universität. Eine Stätte ostmitteleuropäischen Geisteslebens. In: Nordost-Archiv. Zeitschrift für Regionalgeschichte, Neue Folge 3, Heft 2, 1994, Seite 281 - 694.
- Bernhart Jähnig (Hrsg.): 450 Jahre Universität Königsberg. Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte des Preußenlandes. Mit Beiträgen von Hartmut Boockmann (u. a.). Marburg 2001 (Tagungsberichte der Historischen Kommission für Ost- und Westpreußische Landesforschung 14).
- Kasimir Lawrynowicz: Albertina. Zur Geschichte der Albertus-Universität zu Königsberg in Preußen. Herausgegeben von Dietrich Rauschning. Berlin 1999 (Abhandlungen des Göttinger Arbeitskreises, Band 13).
- Werner Stark: Nachforschungen zu Briefen und Handschriften Immanuel Kants. Berlin 1993.
- Christian Tilitzki: Von der Grenzland-Universität zum Zentrum der nationalsozialistischen "Neuordnung des Ostraums"? Aspekte der Königsberger Universitätsgeschichte im Dritten Reich. In: Jahrbuch für die Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands 46 (2000), Seite 233 - 269.
- Tilitzki, Christian: Die Albertus-Universität Königsberg: ihre Geschichte von der Reichsgründung bis zum Untergang der Provinz Ostpreußen, Band 1: 1871 - 1918. Berlin 2012.
- Grundriss zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815-1945, Reihe A: Preußen, herausgegeben von Walther Hubatsch, Band 1: Ost- und Westpreußen, bearbeitet von Dieter Stüttgen, Marburg/Lahn 1975, Seite 7 folgende.
- Forstreuter, Kurt: Das Preußische Staatsarchiv in Königsberg. Göttingen 1955.
- Jähnig, Bernhart: Verlagerung der Königsberger Archivbestände von Göttingen nach Berlin. In: Der Archivar, Jahrgang 34, Heft 3, 1981, Spalte 400 - 402.
- Täubrich, Rainer (Bearbeiter): Archive in Ostpreußen vor und nach dem Zweiten Weltkrieg. Bonn 1990.
- Archiwum Panstwowe w Olsztynie: informator o zasobie archiwalnym / opracowal Mariusz Tomasz Korejwo. Warszawa: Naczelna Dyrekcja Archiwów Panstwowych; Archiwum Panstwowe w Olsztynie, 2007.
- Verzeichnisse der 1944 nach Grasleben überführten Archivalien des Staatsarchivs Königsberg. In: Preußenland. Neue Folge 7/2016, Seite 155 - 176.
Formalangaben:
Letzte vergebene Nummer: 28
Umfang (in laufenden Metern): 0,5
Lagerungsort: Dahlem
Die Akten sind auf rosafarbenen Leihscheinen wie folgt zu bestellen:
XX. HA, Rep. 99, Nr. # + ggf. Band
Zitierweise:
XX. HA Historisches Staatsarchiv Königsberg, Rep. 99 Kuratorium der Universität zu Königsberg, Nr. # +ggf. Band
Berlin, 2. Juni 2020 (Constanze Krause M.A.; Archivamtsrätin)
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Endnoten:
[1]1804.
[2] Vgl. Werner Stark: Nachforschungen zu Briefen und Handschriften Immanuel Kants. Berlin 1993, S. 221.
[3] Kabinettsorder vom 13. Januar 1806. In: "Provinzialkuratorium der Universität Königsberg, 1806" (Signatur: GStA PK, I. HA Rep. 76 alt Ältere Oberbehörden für Wissenschaft, Kunst, Kirchen- und Schulsachen, II Nr. 244, Blatt 1).
[4] Abschrift. In: "Kuratorium der Universität zu Königsberg, 1805 - 1892" (Signatur: GStA PK, I. HA Rep. 76 Kultusministerium, Abt. Va Sekt. 11 Tit. 2 Nr. 1, Blatt 2 folgende).
[5] Vgl. Karl Erich Andrée: Die Albertus-Universität. Schicksal und Leistung. In: Fritz Gause (Hrsg.): Ostpreußen. Leistung und Schicksal. Essen 1958, Seite 239 - 257 (Deutsche Landschaft 4).
[6] 369 Verzeichnungseinheiten; 9,42 laufende Meter.
[7] Einschließlich Vorakten aus dem Etatsministerium.
[8] Vgl. Altfindmittel Nr. 1462.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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