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Stadt Warendorf Urkunden
1727 März 5
Regest: Elisabeth Rolff, Witwe der Bürger und Kaufhändler Johann Dietrich Haver und des Gerhard Heinrich Middendorf, und Johann Kaspar Zumfelde, Wandschneider-Amts-Gildemeister als Vormund der Kinder des Heinrich Zumfelde aus 1. Ehe sowie Johann Heinrich Cratz, Bürgermeister und Heinrich Dütting, Kaufhändler, als Vormünder des Sohnes des Heinrich Zumfelde aus 2. Ehe teilen den gemeinsamen Besitz durch Los. Das 1. Los mit einem Kamp vor dem Osttor an der Schafhauerstraße, der von Lubbeke oder Schlebrügge angekauft wurde zu 380 Reichstaler, der mit 2 Scheffel Morgenkorn belastet ist, erhält Elisabeth Rolff. Das 2. Los mit Gartenland vor der Stadt in der Roddenschluppen, Lauensteins Land genannt zu 230 Reichstaler und ein ausstehendes Kapital bei Brüning jetzt Murrenhoff zu 60 Reichstaler und ein Kapital von 40 Reichstaler bei Merkentrup zu Ennigerloh erhalten die Söhne. Geschehen im Haus des Johann Kaspar Zumfelde auf der Oststraße. Zeugen: Die Wandmachergesellen Wessel Becker und Andreas Walmeyer. Notariatsinstrument des Arnold Anton Mense.
Ausfertigung - Foliobogen. Unterschrift und Signetstempel des Notars. Alt: Abt. 2 F X 1, jetzt: A 1080.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.