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Gabriele von Belle-Isle
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Die Deutsche Schaubühne, Bd. 8 (1867), Heft 3, S. 85: „Die sehr fleißige und sorgfältige Aufführung, an welcher Frl. Bußler in der Titelrolle, Frl. Knauff als „Marquise von Prie“, Hr. Werther als „Herzog von Richelieu“ und Hr. Rösicke als „Chevalier von Aubigny“ gleichmäßigen Antheil hatten, bekundete in vollem Maße die vorzügliche Bühnenwirkung dieses historischen Intriguenstücks, das neben Scribe’s „Glas Wasser“ u. a. zu den stylvollsten Erscheinungen des modernen französischen Dramas gehört und eben so sehr eine gute Schule bietet für den deutschen Schauspieler hinsichtlich der ihm durch die Mannigfaltigkeit der Situationen gebotenen Gelegenheit zur Entfaltung einer fein nüancirten Charakteristik, wie für den deutschen Dramatiker hinsichtlich der dramatischen Compositionstechnik und künstlerischen Concentration, worin wir noch immer weit hinter den Franzosen zurück sind, wie der überwiegende Mangel an Erfolg bei unsren neueren und neuesten Dramen selbst von anerkanntem poetischen Werth leider nur zu offenkundig darthut. Aus diesen Gründen scheint uns denn auch eine discrete zeitweilige Vorführung hervorragender Erscheinungen der französischen Dramatik auf der deutschen Bühne durchaus gerechtfertigt.“