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Erklärung und Versicherung Heinrichs von Herda bezüglich seines Burglehens zu Gerstungen gegenüber Konrad [von Hanau], Abt von Fulda
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Urk. 76 Fulda, Lehenreverse [ehemals: Urkunden R I b]
Fulda, Lehenreverse [ehemals: Urkunden R I b] >> 8 Familien H >> 8.26 von Herda
1377 Juni 01
Ausfertigung, Pergament, anhängendes Siegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Geben nach Crists geburt geburt drueczenhundert iar in dem siebin und siebinczegesten iare an mantage vor sent Bonifacien tage
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Heinrich von Herda (Herde) erklärt, dass Konrad [von Hanau], Abt von Fulda, ihn als Burgmann auf der Burg Gerstungen [Gem. Gerstungen, Wartburgkrs.] verpflichtet und mit einem Burglehen von sechs Gulden jährlicher Rente aus dem Zoll in Gerstungen [Gem. im Wartburgkrs.] ausgestattet hatte. Diese Rente löste der Abt mit 60 Gulden aus Einkünften in Sonneborn, Brüheim [beide Orte Gem. im Lkr. Gotha] und weiteren im Einzelnen aufgeführten Dörfern ab, wofür ihm Heinrich von Herda sechs Gulden jährlicher Rente von seinen Gütern in (Mose) verschrieb. Heinrich versichert, diese sechs Gulden nicht ohne Einverständnis des Abtes zu veräußern und innerhalb eines Jahres Güter für 60 Pfund Heller zu erwerben, um sie vom Abt als Burglehen zu empfangen, womit die Güter in Müs (Mose) [Ortsteil der Gem. Großenlüder, Lkr. Fulda] wieder ledig sein sollen. Siegelankündigung.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Aussteller
Vgl. Urk. 76 Nr. 1866
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.